Samstag, 12. Oktober 2013

Wir ziehen um.

Der Tag nach meinem Fest ist auch noch sehr entspannt und wirr tun eigentlich nichts anderes als davor. Wir gehen spazieren, sehen und probieren verschiedene Torten und heiße Schokoladen und am Abend sind wir dann ein weiteres Mal in unserem Lieblingsrestaurant. Das Wetter ist leider etwas schlechter geworden, aber nachdem wir keine Kamera haben, ist uns das sogar ganz recht. Wir müssen uns um eine neue Unterkunft kümmern, nachdem wir nicht unser ganzes Geld hier in diesem teuren Hotel verbraten wollen. In der Spanischschule gibt man uns einen guten Tipp und eine Stunde später sind wir dann auch schon im Hostal Bariloche eingekehrt.

Hier ist es so richtig gemütlich und wir nehmen uns sogar einfach ein Bett im Schlafraum. Da gibts nur vier Betten und wir haben nur einen Mitbewohner. Wie sich später herausstellt ist er ein Taxifahrer aus Bariloche der wegen eines Wasserrohrbruchs für ein paar Tage aus dem Haus musste. Abends lernen wir noch ein paar Leute im Hostal kennen, aber es ist sehr ruhig, denn es ist ja Nebensaison. Ich kann dieses Hostal nur wärmstens empfehlen. Die Zimmmer sind warmuns sehr gemütlich mit Holz eingerichtet. Es sieht hier aus wie auf einer Almhütte. Daunendecken und Fußbodenheizung runden die Ausstattung ab. Alles ist sehr sauber und der Besitzer und seine Crew sind überaus freundlich und zuvorkommend. Das Beste ist allerdings der gemütliche Aufenthaltsraum mit weichem Sofa und wunderbarem Blick auuf den See. Hier werden wir noch die nächsten Tage mit Entspannung und viel Ruhe verbringen.

Tags darauf sind wir mit einer Bibliothekarin aus der Gegend unterwegs, die wir über Couchsurfing kennengelernt haben. Ihre jüngste Tochter fährt demnächst nach Gmunden auf Sprachaustausch. So ghört sich das, dann lernts amal was gscheits. Wir fahren mit dem Auto durch die Gegend und  besuchen einen kleinen Wasserfall sowie einen weiteren sehr malerischen See. Das Wetter ist fantastisch und wir versuchen zumindest ein paar Fotos mit dem Tablett zu  machen. Hier gibts auch einen Aussichtspunkt der zu den zehn schönsten Aussichten der Welt führen soll. Da gehen wir jetzt nicht hin, wir wollen das garnicht sehen ohne unsere Kamera, und außerdem haben wir keine Zeit.

Später gehen wir dann, auf Empfehlung, in das tollste Schnitzellokal in Bariloche. Die Portionen sollen so groß sein, dass man immer nur zu zweit eine Speise bestellt. Gesagt getan. Schnitzel alla Suiza, also mit Käse, wird bestellt.  Es kommt in einer riesigen Auflaufform, über und über mit Käse bedeckt. Wie soll ich das jetzt wieder vermitteln. hmm. Ich machs ganz einfach. Es war schrecklich. Wenn ihr jemals hier her fahrt, dann bleibt bei den Steaks.  Pattricia war noch ganze drei Tage später schlecht und ab jetzt kann ich mit den Worten Schnitzel und Bariloche bei ihr einen gar schrecklichen Unmut hervorrufen. Es war wohl auch ein Kardinalfehler hier als gstandener Österreicher ein ordentliches Schnitzel zu erwarten. In Buenos Aires hatten wir offensichtlich Glück mit unserer Schnitzelsemmel,  oder wir waren schon so erwartungslos nach Peru. Wie dem auch sein, wir gehen kulinarisch unbefriedigt ins Bett. Am nächsten Tag kochen wir wohl selbst.

Freitag, 11. Oktober 2013

Bariloche Die Alpenheimat in Südamerika (mit mehr Steaks)

Es ist Geburtstag und ich freu mich! Mann erwacht im Hotelzimmer in einem wohlig warmen Bett und kann gleich in eine richtig angenehme Sechsstrahldusche gehen. Meine Geschenke pack ich dann auch gleich aus. Ein Weinöffner, ein Nagelzwicker, ein Rasierer und Rasierschaum sowie eine kleine Packung Schokolade. Als erfahrener Mann interpretiert man so eine Auswahl natürlich. Ich schließe also messerscharf: Patricia will mehr Wein trinken, ich soll mich mehr pflegen, vor allem aber rasieren und dann, weil ich ja ohne Bart gleich um 10 Jahre jünger aussehe, soll ich wieder zunehmen, damit mir nicht ständig alle Frauen schöne Augen machen. Ich beginne also mit der Rasur und nach dreißig Minuten ist es dann geschafft. Ich habe keinen Bart mehr, Patricia gratuliert sich selbst, weil sie einen jüngeren Freund hat und ich feiere meinen Fünfundzwanziger mit geschnittenen Nägeln. Die Welt is gut.

Das Frühstück ist ausgiebig, aber weil wir gerade dabei sind, gehen wir nach einer kurzen Verdauungsrast in die nächste Schokoladerie um dort eine Torte zu habern. Nach einem schweren Zuckerschock muss erst mal richtig verdaut werden. Wir gehen spazieren und bewundern die Landschaft. Es ist wirklich ein kleines Bergdorf. Die Architektur ist nicht ganz so stimmig wie bei uns, aber die kriegen das hier ganz anständig hin. Es gibt natürlich auch hier ein Hotel Edelweiss sowie einen Gasthof Tirol, aber ich glaub dort wollen wir nicht einkehren, es schaut alles schrecklich teuer aus.

Endlich ist Abend und wir begeben uns natürlich in das schon gestern herausgefundene Lokal. Was soll ich sagen, wir verfeinern unsere Auswahl und bestellen als Vorspeise Blunzn, Wurst und gegrillten Käse. Dann gibts Bife de Lomo und einen guten Salat dazu. Einen Festschmaus später laufen wir durch die Kälte zurück nach Hause. Es hat schon was, wenn man in ein warmes Zimmer zurückkehrt und nicht drei Decken braucht, damit es so richtig warm wird.

So schön kann ein Geburtstag sein.

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Bariloche. Wo die Schokolade ruft.

Wir fahren mit dem Bus nach Bariloche und sind dabei insgesamt gute 22 Stunden unterwegs. Dieses Mal haben wir eine sehr gute Buslinie erwischt. Chevalier. Die Sitze sind sehr angenehm, es gibt Decken und Polster sowie einen sehr aufmerksamen Fahrtbegleiter der diverse Speisen serviert. Wir sehen zu wie Buenos Aires verschwindet  und fahren dann auf der endlosen Ebene dahin. Rund um BA ist das Land wirklich so flach, dass man die Krümmung am Horizont sehen kann. Kein Wunder also, wenn das Fleisch hier so saftig und zart ist, die Rindsviecher müssen sich ja kaum bewegen. Mir solls recht sein. Irgendwann dämmert es dann und die Sonne verschwindet hinter dem endlosen Horizont.

Die Berge

Als wir erwachen ist die Landschaft komplett verändert. Berge reihen sich an Hügel und wir entdecken die ersten Wälder. Jetzt fällt mir auf, wie sehr ich so einen richtigen Wald vermisst habe. In Peru war alles voller Sand und kleinem Gestrüp, in BA herrscht der Beton, aber hier, hier gibts Wälder. Wälder voller Nadelbäume. Wenig später fahren wir in das Bergdorf Bariloche. Dieses sehr ikonisch gestaltete Dorf liegt direkt an einem riesigen blauen See. Im Hintergrund sind jede Menge weiße Gipfel und der Wind pfeift uns kalt um die Ohren. Das ist es also, das Skigebiet in ganz Südamerika. Es gibt noch ein paar andere, aber hier ist der Skirummel am allergrößten. Da ich zu meinem Geburtstag mal nicht herumsuchen möchte, nehmen wir uns ein Hotel in der mittleren Preisklasse. Es gibt warme Zimmer mit sehr schönem Bad und riesigem Bett. Das Frühstück ist sehr ausgiebig und mit vielen frischen Zutaten. Ausgezeichnet.

Nachdem wir eingecheckt haben sind wir schon unterwegs um die Gegend zu erkunden. Wir laufen die Hauptstraße entlang und entdecken ein Schokogeschäft nach dem anderen. Es gibt hier so viel Schokolade, das hab ich echt noch nie irgendwo gesehen. Wir fallen in das nächstbeste  Cafe ein und wandern an einer Theke voller köstlicher Schokostücke vorbei. Ich bestelle eine heiße Schokolade. Gespannt warte ich ab, was die denn nun darunter verstehen.  Ich werde nicht enttäuscht. Vor mir steht eine der besten heißen Schokoladen, die ich jemals in meinem Leben getrunken habe. Dickflüssig, cremig, sehr schokoladig und fast zu süß kommt dieses Getränk auf meine Bestenliste. Ich bin zufrieden, hier werde ich also meinen Geburtstag feiern. Mal sehen ob ich mich noch wohler fühlen kann.

Nach diesem Exkurs in die wunderbare Welt der Schokolade begeben wir uns schweren Bauches wieder zurück ins Hotel. Patricia recherchiert die lokalen Lokale, um ein geeignetes für mein morgiges Geburtstagsessen zu finden. Wir entscheiden uns für das "da Alberto" und gehen um acht Uhr Abends dorthin um es zu testen. Ich will ja wissen, was ich an meinem Geburtstag so esse.

Schön rustikal eingerichtet, schwere Holzmöbel mit einfachen Tischen und Stühlen lenken die Aufmerksammkeit des Gastes ohne Umschweife auf den gigantischen Grill der gerade entfacht wird. Wir setzen uns gleich in die Nähe damit wir es erstens schön warm haben und zweitens, damit das Fleisch nicht so lange zu mir braucht. Das Lokal ist zwar nicht so groß, aber ich will nicht unnötige Meter zwischen mir und meinem Steak haben. Wo kommen wir denn da hin.

Schnell ist bestellt und zehn Minuten später gehts auch schon los. Und wie es losgeht. Meine Damen und Herren, hier ist das Paradies, nein zwei Paradiese vereint. Obwohl eigentlich drei, naja egal. Das Fleisch ist, wie soll ich sagen, es ist ein Wunder. Zart, saftig, nur gesalzen, ein Genuß. Eine Freude die ihresgleichen sucht. Man sagt sich, dass Vegetarier die an diesem Lokal vorbeigehen in Sekunden ihre frevlerischen Gedanken verbannen und auf den rechten Weg zurückkehren. Kurz gesagt, wir schmausen.

Nach diesem unglaublichen Erlebnis winke ich nur ab, als die Nachspeisenkarte vorgezeigt wird. So etwas kann nicht getoppt werden. Unglaublich entspannt gehen wir zurück ins Hotel und fallen in einen tiefen Schlummer.

Montag, 7. Oktober 2013

Buenos Aires letzter Teil

So, da waren wir wieder angekommen in Buenos Aires. Am Morgen nach unserem Ausflug haben wir noch ein paar Dinge in der Stadt eingekauft. Jetzt hab ich endlich eine Badehose. Sollten wir also mal in die Sonne kommen, dann kann ich auch mal ein wenig schwimmen gehen. Wird aber wahrscheinlich noch etwas länger dauern. Hier hats gerade mal 14 Grad, wenn das Wetter passt.

Ab Nachmittag waren wir bei Gabys Schwester eingeladen. Ihre Eltern haben ein tolles Asado gemacht. Wir sind dann alle zusammen auf der Terasse gesessen und haben ein gutes Stück Fleisch nach dem anderen verdrückt. Es war sehr sehr gut. Auch Salat und gegrillte Zwiebel war dabei. Ich hab mir so richtig den Bauch vollgeschlagen. Dann gab es noch jede Menge Nachspeise, aber nach so viel gutem Essen hab ich da eher weniger zugeschlagen. Alle waren wirklich sehr freundlich und wir haben uns echt wohl gefühlt. Vielen Dank also an die ganze Familie für die tolle Gastfreundschaft.

Wir haben noch viel geplaudert und sind dann von Gabys Bruder, der uns schon abgeholt hat, auch wieder in die Stadt gebracht worden. Wir sind anschließend gleich nach Hause gefahren wo wir die ganze Nacht mit Hernan und seinem Bruder geplaudert haben bis die Sonne aufging. Hernans Bruder hat uns während dessen auch noch Pizza gemacht, also sind wir an diesem Tag so richtig abgefüllt worden.

Der nächste Tag begann etwas später, da wir ja noch eine Menge Schlaf nachzuholen hatten. Wir haben ausgiebig gefrühstückt, bekannterweise gabs am Tag davor kaum zu essen, dann sind wir aufgebrochen in den Stadtteil la Boca. Dort sind alle Häuser sehr bunt angemalt, weil früher hier die Schiffsmaler gewohnt haben und diese haben die übrige Farbe immer zum steichen der Häuser verwendet. Dort war es  eigentlich ganz schön nur sind wir dann noch auf einen letzten Cafe ins Tortoni gegangen. Wir wollten dann doch etwas früher nach Hause, weil wir Abends  für unsere Freunde kochen wollten.

Dann ist das bisher Schlimmste passiert, das uns bisher wiederfahren ist. Am Heimweg vom Cafe Tortoni auf der größten Straße in ganz BA hat man uns am hellichten Tag die Kameratasche gestohlen. Die Diebe sind in ein Auto gesprungen und haben sich aus dem Staub gemacht. Ich bin dann zwar noch hinterhergerannt, aber auf einer sechsspurigen Straße ist das einfach keine gute Idee. Leider sind damit auch unsere Fotos der letzten beiden Wochen dahin. Sehr sehr schade. Wir sind dann gleich zu einem Polizisten auf der Straße und der hat uns zur nächsten Polizeistation gelotst. Die Polizei war sehr nett und hilfsbereit und hat sich Zeit genommen alles aufzunehmen und unsere Dokumente zu überprüfen. Gottseidank war nur eine Reisepasskopie in der Tasche, leider aber auch Geld. Gut war, dass die Diebe meinen Rucksack nicht ergattern konnten. Nun gut, wir waren sehr traurig, aber es geht weiter. Patricia und ich sind wohlauf und uns ist nichts passiert.

Zu Hause haben uns die Freunde eine richtig große Paella gemacht und wir haben dann noch ein wenig gefeiert. Wir waren sehr froh, an diesem Abend nicht einfach alleine verbringen zu müssen. Der Abschied viel uns schwer, aber wir bleiben in Kontakt und vielleicht besucht uns der eine oder andere Freund in Wien, wenn wir wieder zurück sind. Morgen gehts ab nach Bariloche.

Samstag, 5. Oktober 2013

Buenos Aires Teil 2

Am nächsten Morgen waren wir sehr gut ausgeschlafen und haben uns gleich einmal auf denn Weg gemacht die Stadt weiter zu erkunden. Wir sind da und dort gewesen und  haben uns langsam aber sicher ein wenig mit der U-Bahn auseinandergesetzt. Die Stationen sind recht weit auseinander und die insgesamt sechs Linien sind durch die gesamte Stadt gezogen. Der Fahrpreis ist wie schon gesagt recht billig. Eine Fahrt kostet umgerechnet 20 Eurocent. Zugang zu den Bahnsteigen erhält man indem  man Ein oder Zweifachtickets bei Drehkreuzen benutzt, oder sich eine wiederaufladbare Karte kauft. Auf der Karte werden die Fahrten dann noch einmal billiger und diese kann auch für die vielen Buslinien benutzt werden die kreuz und quer durch die Stadt pendeln.

Da wir ja jetzt wissen wie man hier  einen ordentlichen Kakao bestellt versuchen wir verschiedenste Submarinos in den einzelnen Lokalen. Mein Favorit ist der Submarino im St. Martin, einer Kaffeehauskette. Es gibt auch noch das Havanna, aber dort war ich davon jetzt nicht so begeistert. Ach ja, apropos Kaffeehaus, wer hier eine Torte bestellt, bekommt ein Stück, das ca. doppelt bis dreifach so groß ist wie bei uns. Vorsicht ist also geboten, wenn man nur einen kleinen Happen Süß haben will.

Das Wetter ist weiterhin sehr schön und wir beschließen morgen gleich in aller Frühe nach Uruguay zu fahren. Diese Reise kann man mit einer Fähre von Buenos Aires relativ  schnell erledigen. Je nachdem, ob man nach Colonia, einer kleinen Hafenstadt, oder nach Montevideo, der Hauptstadt von Uruguay will dauert das 2 bis 5 Stunden.  Die Fahrten sollte man online buchen, wir haben dazu colonia express gewählt. Billig ist es nicht gerade, aber mit 40€ hin und retour auch nicht so teuer.

Colonia

Gesagt getan, wir buchen unsere Tickets mit Hernans Hilfe am Abend, damit wir uns recht früh auf den Weg nach Colonia machen können. Am nächsten Morgen sind wir schon bald mit der U-Bahn unterwegs und beschließen den Rest des Weges an der Hafenpromenade entlang zu gehen. Wir kommen rechtzeitig zur Fähre und dort gehts, nach einer kurzen Wartezeit, auch schon los übers Wasser. Colonia ist sehr klein und als wir ankommen sind wir ein paar Minuten später auch schon in der Touristeninformation. Bis jetzt ist das die mit Abstand am besten organisierte und bestens geführte Information seit Reisebeginn. Nach  fünf Minuten sind wir wieder draußen und gehen zu unserem Hotel. Das Hostal Colonial entpuppt sich als wunderschönes und gemütliches kleines Innenhofhotel mit zauberhaften Blumen und sehr sauberen großen Zimmern.

Wir erkunden Colonia und kommen uns ein wenig so vor wie in Italien. Hier ist überall Strand und nette kleine Lokale laden zum Verweilen ein.
Wir spazieren bis spät in die Nacht, dann essen wir ein mittelmäßiges Asado. Im Hostal gehts dann ins Bett und wir sind sofort eingeschlafen.

Der Tag beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück mit gutem Kakao und sogar überaschend anständigen Kaffee. Nicht undbedingt gut, aber für die Verhältnisse hier doch durchaus anständig. Das Wetter ist nicht mehr so sonnig wie zuvor, aber wir spazieren viel herum. Um vier Uhr geht unsere Fähre und davor wechseln wir noch Dollar in argentinische Pesos zu einem ausgezeichneten Wechselkurs. Hier bekommen wir 8,9 Pesos für einen Dollar statt der üblichen 5,7. Das hilft unserem Budget ganz schön weiter.

Auf der Fähre zurück treffen wir noch ein Mädl  aus Deutschland, welches hier in Argentinien an einem Projekt arbeitet. Wir unterhalten uns mal  wieder auf Deutsch und das tut sehr gut. Vielleicht kommen wir sie ja noch in Cordoba besuchen. Zurück in BA gehen wir erstmal nach Hause und machen uns etwas frisch bevor wir uns vor dem Cafe Tortoni treffen. Leider ist dort heute eine Tangoveranstaltung und die ist uns zu teuer, daher gehen wir in das Lokal, das wir mit Gaby besucht haben. Dort gönnen wir uns zu dritt eine Flasche ausgezeichneten argentinischen Wein. Trapiche Merlot-Malbec. Sehr anständig und garnicht teuer. (ca. 5€) Somit endet unser Ausflug und wir sind wieder zurück in BA.

Buenos Aires und die Gastfreundschaft der Argentinier

Frisch aus Iguazu angekommen begeben wir uns erst mal durch ein sehr verregnetes Buenos Aires, oder BA um es abzukürzen. Wir laufen einige Hotels ab und entscheiden uns schließlich für ein recht günstiges. Trotz unseres anfänglich guten Gefühls ist uns das Hotel aber dann trotzdem zu schlicht und das Zimmer zu ungemütlich. Patricia begibt sich daher gleich am Abend auf die Suche nach einem Couchsurfing Host bei dem wir vielleicht ein paar Nächte bleiben können. Wie es der Zufall will haben wir Glück und ein Host der gerade online ist lädt uns ein, die nächsten Tage bei ihm zu bleiben. Wir schlafen also eine Nacht im Hotel und begeben uns dann mit der, übrigens sehr  günstigen, U-Bahn zum vereinbarten Treffpunkt.

Unser Host, er heißt Hernan, nimmt uns mit zu  seinem Haus und zeigt uns gleich mal alles in der näheren Umgebung. Wir haben ein kleines Zimmer und sind sehr froh hier bleiben zu dürfen. Gleich an diesem Tag setzen wir uns zusammen und plaudern über die Möglichkeiten die wir hier haben. Dann nehmen wir Kontakt zu Gaby auf, die wir am nächsten Tag von der Arbeit abholen wollen. Beruhigt eine gute Bleibe gefunden zu haben, gehen wir schlafen und freuen uns die Stadt zu entdecken. Hernan gibt uns noch die Schlüssel zu seinem Haus und so können wir ganz einfach kommen und gehen wann wir wollen.

Der erste Tag

Wir stehen spät auf und fahren mit der U-Bahn ins Zentrum. Buenos Aires ist ja eine riesige Stadt mit mehr Einwohnern als ganz Österreich. Gut, das ist nicht schwer, aber man kann sich das erst vorstellen wenn man durch die ganzen Straßen geht. Wir wandern an diesem sehr sonnigen Tag zum Friedhof Recoletta. Dort sind einige sehr berühmte Menschen aus ganz Argentinien begraben und natürlich ist hier auch das Grab von Evita, das wir einfach nicht finden. Wir verlassen also den Friedhof und spazieren noch eine Weile umher bevor wir Gaby von der Arbeit abholen. Wir werden sehr überschwänglich begrüßt und dann auch noch beschenkt. Ich freue mich über den Mate Tee und die Schokolade die wir gleich Tags darauf vollständig verputzen. Zum Frühstück natürlich. Gaby lädt uns dann ins Cafe Tortoni ein, dies ist das älteste Cafe in BA und sehr berühmt. Wir stehen Schlange beim Eingang, warten aber nicht sehr lange.
Das Cafe Tortoni ist wunderschön altmodisch eingerichtet uns kann eigentlich zusammengefasst wie ein Altwiener Kaffeehaus beschrieben werden. Holzmöbel, viele Kellner im Anzug und eine gedämpfte Atmosphäre. Wie überall in Lateinamerika ist natürlich auch hier das Rauchen untersagt, aber das soll gerade uns nicht wirklich stören. Überhaupt, so denke ich, ist Österreich mit seinen sehr laxen Schutzgesetzen wohl das letzte Land, welches Rauchen in geschlossenen Räumen noch erlaubt. Wir werden zum Tisch begleitet und entscheiden uns schließlich für ein Submarino, was nichts anderes ist, als eine heiße Schokolade. Hier im Tortoni ist das Stück Schokolade, das man dann in seiner heißen Milch versenken kann auch wirklich wie ein kleines U-Boot geformt.  Ein nettes Detail bei einer ausgezeichneten Schokolade. Patricia verspeist nahezu das ganze U-Boot, bevor es endlich auf Tauchfahrt gehen darf.
Wir essen Toast und kleine runde Gebäckstangen deren Namen mir leider gerade entfallen sind. Alles sehr gut. Zum Abschluß spazieren wir noch durch die Straße mit den Theatern und gehen in ein nettes Lokal.

Montag, 30. September 2013

Argentinien, Land der unbegrenzten Möglichkeiten (für Fleischesser)

Da sind wir also, angekommen im Land der Steaks. Für mich war das natürlich eine sehr angenehme Sache. Als waschechter Wiener kauft man sich hier am Flughafen gleich mal eine Schnitzelsemmel um die lokale Qualität genauer unter die Lupe nehmen zu können. Hier heißt ein Schnitzel allerdings nicht Schnitzel, so wie es sich gehört, sondern Milanesa. Tja, das kann ich gerade noch verzeihen, aber an dem werden wir noch arbeiten. Die Semmel an sich ist nicht schlecht, daher vergebe ich 4 von 5 Fleischesser Punkten.
An diesem Tag werden wir gleich noch eine weitere Reise unternehmen, da wir gesehen haben, dass sich das Wetter recht bald verschlechtern wird. Wir begeben uns daher gleich zum Busbahnhof und kaufen Tickets für die Fahrt zu den Iguazu Wasserfällen. Dort wird es, zumindest laut Wetterbericht, noch drei Tage schön bleiben und das wollen wir ausnutzen.

Southpass

Ein Tipp für alle die nach Argentinien reisen ist der sogenannte Southpass. Mit diesem Ticket ist es möglich sich 5,7, oder 10 Busfahrten zu einem fixen Preis zu kaufen. Unsere 5 Fahrten pro Person haben uns 2100 sowie 2400 (über 30) gekostet. Eine normale Fahrt nach Iguazu hin-retour kostet 1000 Pesos, da hat man den Pass schon bald wieder reingespielt. Unser Weg führt uns ja später noch nach Bariloche, dorthin kostet die Einzelfahrt schon 1000 Pesos. Also für uns ist das schon in Ordnung damit.

So, zurück zum Thema. Wir sind also gleich vom Flughafen zum Busbahnhof, haben dann die Tickets für Iguazu gekauft und sind noch kurz in Buenos Aires spazieren gegangen. Fünf Stunden später sitzen wir schon wieder in einem sehr bequemen Bus. Die Sitze hier sind um einiges weiter auseinander als  in Peru, was ich sehr begrüße. Das Essen ist auch weit besser, ich schmause Schnitzel, Omlette und Schinken. Die Süßigkeitenkultur hier ist allerdings genau so ausgeprägt wie in Peru, allerdings sind hier alle wesentlich dünner. Liegt am Fleisch denke ich.

Iguazu

Eigentlich ghört ja da ein kleines Stricherl über dem z aber das find ich auf der englischen Tastatur nicht. Egal, ich werd es nicht mehr brauchen. Das erste das uns in Iguazu auffällt ist die angenehme Temperatur. Wir sind etwas zu dick angezogen, aber das ändert sich recht bald. Wir suchen uns eine Touristenbüro und stellen fest, die halten hier genau so Siesta wie in Italien. Na gut, dann warten wir. Letztendlich kommen wir auf einen schönen Campingplatz etwas weiter außerhalb. Dort kommen wir nur mit dem Bus hin, aber der fährt alle 30 Minuten und das ist in Ordnung. Am  Campingplatz werden wir von einem Hund einer Katze einem Papagei und einem Affen begrüßt. Schön hier im Dschungel. Die Nächte sind lau und laut, was hier so alles lebt, lebt wwahrscheinlich um in der Nacht Wirbel zu machen. Wir fürchten uns nicht, wir haben eine dicke Zeltmauer zwischen uns und dem feindlichen Getier. Nur das Pinkeln ist eine Mutprobe.

Am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg zu den berühmten Wasserfällen. Die sind auch wirklich prächtig anzusehen. Natürlich ist die Hauptattraktion der Teufelsschlund, und dort ist auch der Lärm recht gigantisch. Wir gehen so ziemlich alle Wege ab und schließlich landen wir noch unter einem kleinen Wasserfall mit Schwimmbeckenn davor. Eigentlich ist das ja nur ein kleiner Teich mit etwa acht Meter Durchmesser, aber der Wasserfall macht das ganze dann doch witzig. So ein Wasserschwall der zehn Meter hinunterdonnnert kann schon ganz schön weh tun am Kopf. Also den Anderen, mir natürlich nicht. Bin ja viel zu männlich dafür.
Insgesamt waren wir dann doch gute 7 Stunden unterwegs und kommen sehr müde zu Hause an. Hier gibts erst mal  was gutes zu Essen, Schnitzel natur mit Gemüse. Beim argentinischen Fleisch kann man wirklich nichts falsch machen. Auspacken, Griller, Pfanne, Ofen, essen. Es wird immer gut.
Wir gehen recht früh zu Bett, wir wollen ja das Mitternächtliche Konzert nicht verpassen.

Die nächsten beiden Tage vergehen entspannt in der Stadt und wir genießen Puerto Iguazu, so groß ist es ja nicht.
Dann gehts mit dem Bus zurück nach Buenos Aires, denn hier in Iguazu hat uns das schlechte Wetter dennoch eingeholt.