Ich fliege nach Korea.
Leider komme ich erst sehr spät des Nächtens an und fahre mit der letzten verfügbaren Flughafenbahn nach Seoul City. Dort erwische ich mit etwas Glück noch die letzte U-Bahn und komme, dank der Hilfe eines freundlichen Koreaners, spät aber wohlbehalten zu meinem Hostel.
Hier wohne ich inmitten des Studentenviertels und habe trotzdem einige schöne Sehenswürdigkeiten in der Nähe.
Am nächsten Morgen ist die Hauptattraktion aber doch die Pride Parade hier in Seoulcity. Das ganze läuft hier ähnlich ab wie bei uns zu Hause bei der Loveparade, nur das hier fanatische Christen beschließen sich vor die Partywagen zu setzen. Dank der Hilfe dieser freundlichen Mitbürger gelingt es den Veranstaltern die Party bis in die frühen Abendstunden auszudehnen, ansonsten wäre die Veranstaltung nach einer Stunde vorbei gewesen. Man könnte ja meinen, dass der Sitzstreik eher kontraproduktiv war, aber Denken war noch nie die Stärke von Fanatikern jeglicher Couleur.
Den Rest der Woche verbringe ich mit dem Besuchen von verschiedenen Tempeln, Palästen und weiteren Gebäuden, wobei ich sagen muss, das der große Palast in Seoul wirklich eine Sehenswürdigkeit ist.
Außlassen muss ich leider die Entmilitarisierte Zone, weil ich keine passende Kleidung dabei habe. Dort ist meine grüne Hose mit Seitentaschen zu militärisch und ich habe leider auch kein Hemd dabei. Man kann zwar auch eine Tour "light" machen, aber die ist einfach uninteressant. So gebe ich mich mit den Berichten eines norwegischen Mitbewohners zufrieden, der die Tour vor einer Woche auch im Norden gemacht hat.
Ja man kann, sogar relativ einfach, nach Nordkorea einreisen und dort auch eine Tour machen, nur kostet das stattliche 1400 Euro für eine Woche. Da bleib ich doch lieber im vom kapitalisitschen Marionettenregime besetzten Gebiet von Gesamtkorea. Hier wo McDonalds und Starbucks herrscht und es keine große Vaterfigur gibt.
Hier in Korea gibt es übrigens genau die gleichen Probleme mit dem erstehen von Elektronikartikeln, außer natürlich in den Geschäften von Samsung. Nirgends gibt es einen Elektronikhandel in dem man mehrere Produkte nebeneinander zum Vergleich bereit hat.
Somit hinterlässt Seoul City einen recht entspannten und eher kulturellen Eindruck, bevor ich weiterfliege. Auch nicht schlecht.
Montag, 30. Juni 2014
Donnerstag, 26. Juni 2014
Taiwan Teil 2
Nach meinem Ausflug nach Hua Lien bin ich wieder mit dem Zug nach Taipei gefahren um mich dort in das Getümmel der Computex 2014 zu stürzen. Ich muss sagen, ich bin nicht sehr beeindruckt von der Messe, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass die goldenen Zeiten dieser Veranstaltungen schon ein paar Jahre zurück liegen. Von den Präsentationen sieht man am normalen Showgelände eher wenig bis garnichts und die Stände sind auch nicht immer mit den neuesten Produkten ausgestattet. So wollte ich das Microsoft Surface Pro 3 testen, aber die Herren von Microsoft haben offenbar beschlossen, das Tablett der zweiten Generation ist völlig ausreichend. Ist ja nur die Computex. Na gut, dann nicht.
Die Stände der Hardwarehersteller waren da schon etwas besser besucht und ausgestattet. Wichtigstes Merkmal der asiatischen Messen sind natürlich die Showgirls die dann mit diversen Produkten über kleine Bühnen marschieren. Hübsch natürlich, aber völlig unnötig, zumal die Präsentationen nicht über eine kurze Featurelist hinausgehen. Spannender sind da zumindest die Versuche mit flüssigem Stickstoff und Kühlmechanismen irgendwelche, für Otto-Normaluser völlig unereichbaren, Overclockingrekorde zu brechen.
Am witzigsten fand ich den Stand von Sandisk wo ich die Ehre hatte gegen den besten Starcraft 2 Spieler aus Taiwan 16 Minuten zu überleben. Wahrscheinlich hatte er einen sehr guten Tag und war in Gedanken woanders. Fast hätte ich so eine SSD gewonnen, aber offensichtlich ist es einem Spieler aus New York gelungen eine Minute länger auszuhalten. (Vielleicht hat er sich mehrere Messegirls zur Ablenkung des Gegenübers organisiert)
Wenig später habe ich dann versucht mir einen USB-Stick von besager Firma zu besorgen und bin dabei leider wieder auf ein altbekanntes Problem gestossen. Es ist nämlich so, dass in den meisten asiatischen Ländern die Elektronikartikel in riesigen Shoppingcentern voller klein und Kleinstläden verkauft werden. Damit entsteht für mich einfach nicht sehr vertrauenserweckende Situation und ich kann mich dann nie überwinden mein Geld einem fröhlich grinsenden Menschen zu überreichen, der dann das Ding meiner Wahl aus irgendeiner der unzähligen Schubladen hervorkramt. Naja, so ist man also in Taipei und die Flagshipstores sind wieder mal nirgends zu finden. Das Gleiche gilt leider auf für Mobiltelefone. Einzig die Apfelseuche ist an jeder Ecke in vollem Größenwahn zu erblicken, aber bevor ich das kauf, besorg ich mir zehn Meter Schnur und zwei Joghurtbecher.
Die Stände der Hardwarehersteller waren da schon etwas besser besucht und ausgestattet. Wichtigstes Merkmal der asiatischen Messen sind natürlich die Showgirls die dann mit diversen Produkten über kleine Bühnen marschieren. Hübsch natürlich, aber völlig unnötig, zumal die Präsentationen nicht über eine kurze Featurelist hinausgehen. Spannender sind da zumindest die Versuche mit flüssigem Stickstoff und Kühlmechanismen irgendwelche, für Otto-Normaluser völlig unereichbaren, Overclockingrekorde zu brechen.
Am witzigsten fand ich den Stand von Sandisk wo ich die Ehre hatte gegen den besten Starcraft 2 Spieler aus Taiwan 16 Minuten zu überleben. Wahrscheinlich hatte er einen sehr guten Tag und war in Gedanken woanders. Fast hätte ich so eine SSD gewonnen, aber offensichtlich ist es einem Spieler aus New York gelungen eine Minute länger auszuhalten. (Vielleicht hat er sich mehrere Messegirls zur Ablenkung des Gegenübers organisiert)
Wenig später habe ich dann versucht mir einen USB-Stick von besager Firma zu besorgen und bin dabei leider wieder auf ein altbekanntes Problem gestossen. Es ist nämlich so, dass in den meisten asiatischen Ländern die Elektronikartikel in riesigen Shoppingcentern voller klein und Kleinstläden verkauft werden. Damit entsteht für mich einfach nicht sehr vertrauenserweckende Situation und ich kann mich dann nie überwinden mein Geld einem fröhlich grinsenden Menschen zu überreichen, der dann das Ding meiner Wahl aus irgendeiner der unzähligen Schubladen hervorkramt. Naja, so ist man also in Taipei und die Flagshipstores sind wieder mal nirgends zu finden. Das Gleiche gilt leider auf für Mobiltelefone. Einzig die Apfelseuche ist an jeder Ecke in vollem Größenwahn zu erblicken, aber bevor ich das kauf, besorg ich mir zehn Meter Schnur und zwei Joghurtbecher.
Dienstag, 17. Juni 2014
Taiwan
Taipei
Ich entdecke, dass gerade die Computex hier ist und drucke ein paar Visitenkarten um mich zu registrieren bevor ich mich nach Hualien aufmache.
Hualien ist ein interessantes kleines Städtchen an der Ostküste von Taiwan und ist mit einer gemütlichen zweieinhalbstündigen Zugfahrt erreichbar. Hier sind die Preise, vor allem für Unterkunft, etwas leistbarer als in Taipei. Ich wollte hier eigentlich nur etwas wandern gehen, komme nun aber drauf, dass ich hier auch in einer Outdoorsport-Destination gelandet bin. In meinem Hostel gehen die anderen Reisenden ständig auf Raftingtouren, Whalewatching oder an den Strand surfen.
Ich begnüge mich mit weniger aufregenden und relativ ungefährlichen Wanderungen, zumindest hab ich das gedacht.
Wandern mit Nervenkitzel
Am zweiten Tag in Hualien fahre ich in die berühmte Taroko Schlucht, die besonders schön sein soll. Der Unterschied zu den Schluchten in Österreich ist schnell erklärt, das Gebirge in Taiwan besteht zu großen Teilen aus Marmor. Dadurch sind die Felswände teilweise wunderschön weiß und kontrastierten herrlich mit der grünen Dschungelvegetation. Das Tagesticket für den Bus in die Schlucht hin und retour, sowie der Eintritt in das Naturschutzgebiet beläuft sich auf 250 TWD (6,10 €), also wirklich sehr vernünftig. Die erste Stunde fährt man zur Schlucht und dann hält der Bus an verschiedenen Stationen entlang der Straße ins Gebirge.
Viele der Wege sind eben und die meisten Toruisten begnügen sich mit diesen leichten Wegen. Ich suche mir eine Herausforderung und nehme den erstbesten Weg, der den Berg hinaufführt. Wie in vielen anderen Ländern in Asien ist der Weg mit vielen Stufen ausgestattet, sodass man die ersten 30-60 Minuten, je nach Geschwindigkeit, nur Treppen steigt. Nach einer Stunde, der Pfad ist steil und mittlerweile haben große Felsbrocken die Treppen abgelöst, genieße ich die Aussicht in die Schlucht und bis aufs Meer hinauf. Noch sind es 400 Meter bis zu meinem Ziel und ich beschließe keine Rast zu machen. Ausgelaugt steige ich weiter und springe in einem Anflug von Hochmut ein paar Stufen hinauf, als ich ein entsetzlich lautes Fauchen vor mir höre.
Etwa einen Meter vor mir hat eine schwarze Cobra ihren Kopf erhoben, sieht aber zum Glück weg von mir. Deutlich kann ich die weiße Zeichnung auf den ansonsten nachtschwarzen Schuppen erkennen, die es mir später erlaubt die Schlange zu klassifizieren.
Sehr vorsichtig gehe ich zwei Schritte zurück und springe dann den Weg hinunter. Aus sicheren Abstand beobachte ich, ob die Cobra ihren Platz in der Mitte des Weges verlässt, beschließe dann aber nach ein paar Minuten meine Wanderung abzubrechen und zurückzukehren.
Als ich wieder in der Schlucht angekommen bin, nehme ich zur Entspannung einen der vielbesuchten Pfade und freue mich auf eine entspannte Busfahrt zurück ins Hostel. Nach kurzer Suche stelle ich fest, es war tatsächlich eine Cobra, in dem Fall eine chinesische Cobra. Für alle die nicht nach Taiwan kommen wollen um die Schlage zu sehen, sondern lieber vorm Rechner sitzen, habe ich hier die Wikipedia verlinkt. (Die Seite gibt es nur in englisch, sorry)
Am Abend sitze ich dann entspannt in meinem Sessel und warte bis die anderen Hostelbewohner von ihren aufregenden Raftingabenteuern erzählen *gähn*.
Donnerstag, 12. Juni 2014
Shenzhen, Shanghai und Beijing
Shenzhen
Von Guangzhou nehme ich einen Zug nach Shenzhen, einer weiteren Sonderwirtschaftszone gleich neben Hongkong. Shenzhen war vor ein paar Jahrzehnten nicht einmal annähernd vorhanden, aber seit China beschlossen hat dort eine Sonderwirtschaftszone einzurichten, hat es sich erstaunlich entwickelt.
Wie in allen großen Städte in China ist auch hier die U-Bahn erstaunlich gut ausgebaut und sehr neu. Der Entwicklungsplan für die nächsten Phasen in 3,5,7 und 15 Jahren ist unglaublich ehrgeizig, aber wenn man sieht was in den letzten Jahren so errichtet worden ist, wohl nicht unrealistisch.
Die Stadt besticht klarerweise nicht durch alte Siedlungen und Tempel, sondern durch gut angelegte Parks und große Shoppingmeilen. Das Essen ist durchwegs gut und man kann aus einer Vielfalt an chinesischer Spezialitäten aus dem ganzen Land wählen, alerdings kommt man auch nicht wegen dem Essen hierher.
Nach gut einer Woche verlasse ich die Stadt und nehme einen Hardsleeperzug nach Shanghai.
Shanghai
Ahh Shanghai, sonnig freundliches Shanghai. Vor gut sieben Jahren war ich ja schon einmal hier und ich muss sagen, es hat sich viel verändert. Die Stadt is viel sauberer geworden, die Menschen spucken nicht mehr so oft auf den Boden, man kann nun viel sicherer Straßen überqueren und die U-Bahnen sind auch weit besser ausgebaut worden.
Ich besuche die Yuyuan-Gardens, eine noch immer sehr attraktive Touristenzone, die mit sehr guten Xiao long Bao (Mit Schweine und Krabbenfleisch gefüllte Teigtäschchen) aufwarten können. Dafür muss man sich allerdings, wie auch schon vor Jahren, etwa 10-15 Minuten anstellen. Apropos Touristen, davon gibts hier natürlich jede Menge, was aber nicht weiter stört.
Die lokale Küche finde ich, bis auf die gebratenen Xiao long Bao und andere Knödeltaschen, nicht sehr begeisternd. Traditionell kocht man in Shanghai nämlich vorwiegend mit viel Zucker, viel Sojasauce oder Fett kombiniert mit Teig. Alle drei Varianten finde ich nicht sehr ansprechend, da sagt mir die Sechuan Küche mit ihren scharfen Gerichten weit mehr zu. Zum Glück kann man hier natürlich jederlei kulinarische Spezialität aus ganz China ergattern, zu vernünftigen Preisen versteht sich.
China ist im Allgemeinen noch immer ein sehr günstiges Reiseland, vor allem wenn man in Hostels unterkommt. Für mein Bett bezahle ich ca. fünf Euro und auch das Essen kommt am Tag auf 5-10, je nachdem ob man ordentlich schmausen, oder mal schnell was von der Strasse holen will.
Beides ist übrigens empfehlenswert, wobei man besser dran ist wenn man mit einer größeren Gruppe in ein Lokal geht. Dann kann man aus dem Vollen schöpfen und sehr viele verschiedene Gerichte bestellen.
Ein Wort zu den Zügen in China
Der Unterschied zwischen den Hard und Softsleeperwagons ist folgender. Hardsleeperzüge haben keine eigenen Abteile sondern nur einen Gang der alle Unterteilungen im Wagon miteinander verbindet. Jede Unterteilung waret mit sechs Betten auf, wobei hier die untersten immer die teuersten sind. Softsleeper sind Schalfwagen mit mehreren geschloßenen Abteilen, die mit jeweils vier Betten ausgestattet sind. In diesen Abteilen gibt es auch eine Steckdose sowie ein Leselicht für jedes Bett.
Der Unterschied zwischen Soft und Hardsleeper ist, zumindest was die Matratze anbelangt, wirklich minimal und es geht hauptsächlich um den Preis und die größere Privatsphäre. Preislich ist ein Schlafplatz etwa um 40-50 Euro für Hardsleeper und 50-70 Euro für Softsleeper zu haben, selbstverständlich alles abhängig von der Distanz.
Beijing
Ich nehme nach einer weiteren Woche einen Softsleeper Wagon nach Beijing und fahre angenehm durch die Nacht. In Peking angekommen treffe ich Patricia per Zufall nahe der mongolischen Botschaft. Eigentlich hätten wir uns wohl umständlich per Internet, das nicht sehr schnell und zuverlässig ist, einen Treffpunkt ausmachen müssen. Naja, Glück muss man haben.
Wir quartieren uns in einem Hostel nahe dem Hauptbahnhof ein, was garnicht so einfach ist. Patricia hat nämlich ihren Reisepass für einen Tag bei der Botschaft abgeben müssen und damit war es in mehreren Hotels unmöglich für sie ein Zimmer zu bekommen. Ich nehme mir also ein Doppelzimmer und sie kommt dann einfach nach. Ich verstehe noch immer nicht wo das Problem ist, aber jeder der nach Peking kommt sei gewarnt. Erst einchecken und dann den Pass abgeben ist die bessere Option.
Wir sehen uns die verbotene Stadt an und wälzen uns mit Massen an Touristen hauptsächlich chinesischer Abstammung durch deren Straßen. Hier in Peking ist die Qualität der Luft noch immer sehr grauenhaft, ganz im Gegensatz zu Shanghai, wo ich sehr positiv überrascht war.
Patricia fährt an einem Tag ganz alleine zur Mauer, ich war schon dort und muss mir das nicht unbedingt noch einmal ansehen. Wir verbringen sehr angenehm entspannte Tage in Peking, wobei sich das Sightseeing doch arg in Grenzen hält. Das passiert einfach, wenn man schon eine ganze Weile unterwegs ist.
Schließlich fährt Patricia mit dem Zug weiter nach Ulan Bator und ich fahre noch für zwei Tage nach Shanghai bevor ich ins Flugzeug nach Taipei steige.
Mittwoch, 11. Juni 2014
Guangzhou
Mit dem Zug gehts munter nach Guangzhou, einer Stadt in der Nähe von Hongkong. Etwa 4 Stunden später steigen wir aus und fahren erst mal mit dem ausgezeichneten U-Bahnsystem zu unserem Hotel. Leider regnet es ganz entsetzlich und ohne wirklich gut funktionierendes GPS ist das Auffinden eher ein Glücksspiel. Wir treffen auf ein Paar aus den Staaten die zum gleichen Hotel müssen und den Weg von einem Polizisten gewiesen bekommen. Ja es ist durchaus von Vorteil, wenn man chinesisch spricht.
Im Hotel angekommen wollen wir dann doch noch etwas im Internet nachsehen und sind zum ersten Mal mit der großen chinesischen Firewall konfrontiert. Wir staunen nicht schlecht was da so alles gesperrt ist. Naja, kann man halt leider nichts machen. Das Interent ist noch dazu äußerst langsam, aber ich denke so wird das woll in ganz China sein.
Am nächsten Morgen sind wir ein wenig in der Stadt unterwegs, aber hier gibt es nicht so wirklich viele Sehenswürdigkeiten. Die U-Bahnen sind hier wirklich toll, nur leider sind die Menschen genau so dämlich wie bei uns, alle wollen auf einmal in den Wagon einsteigen, auch wenn noch keiner ausgestiegen ist. Verschärft wird die Situation noch durch den Feiertag der den Chinesen ein langes Wochenende beschert. Ich habe noch nie so viele Menschen auf einem Haufen gesehen. Es ist wie wenn man alle Besucher des Donauinselfestes auf der Mariahilferstraße verteilen würde. Und das an jedem größeren Ort in Guangzhou. Menschenmassen.
Wir halten tapfer durch und gehen weniger besichtigen und mehr essen und Kaffe trinken. Nach dem Wochenende ist der Spuk auch schon vorbei und die Stadt bekommt einen für China recht entspannten Charakter. Mittlerweile haben wir auch das Hotel gewechselt und wohnen etwas weiter außerhalb.
Patricia macht sich nun auf den Weg in das chinesische Innlang während ich die klassischen Großstädte abklappern werde.
Im Hotel angekommen wollen wir dann doch noch etwas im Internet nachsehen und sind zum ersten Mal mit der großen chinesischen Firewall konfrontiert. Wir staunen nicht schlecht was da so alles gesperrt ist. Naja, kann man halt leider nichts machen. Das Interent ist noch dazu äußerst langsam, aber ich denke so wird das woll in ganz China sein.
Am nächsten Morgen sind wir ein wenig in der Stadt unterwegs, aber hier gibt es nicht so wirklich viele Sehenswürdigkeiten. Die U-Bahnen sind hier wirklich toll, nur leider sind die Menschen genau so dämlich wie bei uns, alle wollen auf einmal in den Wagon einsteigen, auch wenn noch keiner ausgestiegen ist. Verschärft wird die Situation noch durch den Feiertag der den Chinesen ein langes Wochenende beschert. Ich habe noch nie so viele Menschen auf einem Haufen gesehen. Es ist wie wenn man alle Besucher des Donauinselfestes auf der Mariahilferstraße verteilen würde. Und das an jedem größeren Ort in Guangzhou. Menschenmassen.
Wir halten tapfer durch und gehen weniger besichtigen und mehr essen und Kaffe trinken. Nach dem Wochenende ist der Spuk auch schon vorbei und die Stadt bekommt einen für China recht entspannten Charakter. Mittlerweile haben wir auch das Hotel gewechselt und wohnen etwas weiter außerhalb.
Patricia macht sich nun auf den Weg in das chinesische Innlang während ich die klassischen Großstädte abklappern werde.
Freitag, 6. Juni 2014
Hongkong
Nach einem angenehmen Flug sind wir schon bald in Hongkong angelangt und fahren erst einmal in Richtung der Couchsurfer, die sich bereiterklärt haben uns für die Zeit unseres Aufenthaltes zu hosten. Wir treffen Polly und Max, sie ist aus Hongkong, er aus Shanghai und beide leben seit einiger Zeit zusammen in einem angenehm schlichten Apartement in Hongkongs Außenbezirk.
Die nächsten Tage verbringen wir damit auf unser Visa zu warten und die Spezialitäten Hongkongs genauer unter die Lupe zu nehmen. Es gibt viele verschiedene kulinarische Bereiche wobei ein Großteil natürlich im traditionell Chinesischen zu finden ist. Am Wochenende schauen wir auf einer Messe vorbei und unter der Woche sind wir dann auch auf einer Insel um uns eine große Buddhastatue anzusehen. Ich finde das jetzt nicht unbedingt spannend, aber ein angenehmer Ausflug war es allemal.
Patricia findet ein Smartphone, das ihr gefällt und hier in Hongkong ist es wohl üblich bei gewissen Summen den Kunden mit Zusatzgeschenken zu überhäufen. Eine Displayschutzfolie, ein Cover und eine 32 GB Speicherkarte von Sandisk sind da ebenso drin, wie auch eine Box Lindorkugeln und eine Taschentuchschachtel. Da sollen sich die heimischen Elektronikhändler mal eine Scheibe abschneiden, wobei ich im Notfall auch bereit wäre auf die Taschentuchschachtel zu verzichten, wenn zumindest die Lindorkugeln beim Handy dabei sind.
Nachdem wir unser Visa nach 5 Werktagen sehr problemlos erhalten haben, fahren wir gleich weiter nach Guangzhou und überqueren dafür die Grenzen nach China.
Die nächsten Tage verbringen wir damit auf unser Visa zu warten und die Spezialitäten Hongkongs genauer unter die Lupe zu nehmen. Es gibt viele verschiedene kulinarische Bereiche wobei ein Großteil natürlich im traditionell Chinesischen zu finden ist. Am Wochenende schauen wir auf einer Messe vorbei und unter der Woche sind wir dann auch auf einer Insel um uns eine große Buddhastatue anzusehen. Ich finde das jetzt nicht unbedingt spannend, aber ein angenehmer Ausflug war es allemal.
Patricia findet ein Smartphone, das ihr gefällt und hier in Hongkong ist es wohl üblich bei gewissen Summen den Kunden mit Zusatzgeschenken zu überhäufen. Eine Displayschutzfolie, ein Cover und eine 32 GB Speicherkarte von Sandisk sind da ebenso drin, wie auch eine Box Lindorkugeln und eine Taschentuchschachtel. Da sollen sich die heimischen Elektronikhändler mal eine Scheibe abschneiden, wobei ich im Notfall auch bereit wäre auf die Taschentuchschachtel zu verzichten, wenn zumindest die Lindorkugeln beim Handy dabei sind.
Nachdem wir unser Visa nach 5 Werktagen sehr problemlos erhalten haben, fahren wir gleich weiter nach Guangzhou und überqueren dafür die Grenzen nach China.
Donnerstag, 5. Juni 2014
Osaka
Wir erreichen Osaka recht früh und spazieren durch den Hauptbahnhof. Nach einer Weile treffen wir auf Asako, die uns gleich durch die halbe Stadt bringt. Wir sehen Osaka Castle und auch die berühmte Canalstreet. Dann essen wir mit Asako und Naomi Okonomiyaki, eine Spezialität die neben Hiroshima auch in Osaka sehr geschätzt wird.
Abends kommen wir bei Yuri in einem traditionellen japanischen Haus unter und genießen es mit vielen Leuten gemeinsam zu kochen und zu essen. Wir kommen erst recht spät auf unsere Futons, dafür schlafen wir umso besser. Hier in den Ausenbezirken von Osaka ist es sehr ruhig und das trägt natürlich zu unserer Entspannung bei. Die letzten Tage waren wir ja wirklich viel, vor allem in Zügen, unterwegs.
Ein sonniger Tag begrüßt uns und gleich in der Früh holt uns Asako mit dem Auto ab. Wir fahren zuerst zu den Überresten von Takeda Castle und wandern bis wir die Ruinen erreichen. Die Aussicht ist fantastisch. Überall um uns herum herrscht Frühling und wir können bei klarem Wetter die Berge rundherum bewundern. Dann gehts weiter zu einer Fabrik wo allerlei Naschwerk aus schwarzen Bohnen hergestellt wird und zu guter Letzt sind wir dann noch in einem sehr traditionellen kleinen Ort und spazieren durch die schönen Straßen. Hier gibts wiederum so viel tolle Keramik, dass ich am liebsten alles einpacken und mitnehmen würde. Manchmal würd ich schon gerne mit mehr Gepäck reisen.
Am Abend kommen wir dann wieder bei Yuri unter und Asako kocht dieses Mal für uns. Ich verbrenn dann noch fast meinen Kaiserschmarrn, aber dennoch wird alles weggeputzt. Auch heute wird es wieder spät und dabei müssen wir ja morgen früh raus.
Etwas verschlafen sind wir dann also am nächsten Morgen als wir mit Asako gemeinsam zum Flughafen düsen. Auf halbem Wege treffen wir auf Naomi und dann müssen wir uns auch schon von den beiden und Japan verabschieden. Schade, schade, ich wär so gern noch geblieben, aber jetzt gehts weiter nach Hongkong.
Auf Wiedersehen Japan
Abends kommen wir bei Yuri in einem traditionellen japanischen Haus unter und genießen es mit vielen Leuten gemeinsam zu kochen und zu essen. Wir kommen erst recht spät auf unsere Futons, dafür schlafen wir umso besser. Hier in den Ausenbezirken von Osaka ist es sehr ruhig und das trägt natürlich zu unserer Entspannung bei. Die letzten Tage waren wir ja wirklich viel, vor allem in Zügen, unterwegs.
Ein sonniger Tag begrüßt uns und gleich in der Früh holt uns Asako mit dem Auto ab. Wir fahren zuerst zu den Überresten von Takeda Castle und wandern bis wir die Ruinen erreichen. Die Aussicht ist fantastisch. Überall um uns herum herrscht Frühling und wir können bei klarem Wetter die Berge rundherum bewundern. Dann gehts weiter zu einer Fabrik wo allerlei Naschwerk aus schwarzen Bohnen hergestellt wird und zu guter Letzt sind wir dann noch in einem sehr traditionellen kleinen Ort und spazieren durch die schönen Straßen. Hier gibts wiederum so viel tolle Keramik, dass ich am liebsten alles einpacken und mitnehmen würde. Manchmal würd ich schon gerne mit mehr Gepäck reisen.
Am Abend kommen wir dann wieder bei Yuri unter und Asako kocht dieses Mal für uns. Ich verbrenn dann noch fast meinen Kaiserschmarrn, aber dennoch wird alles weggeputzt. Auch heute wird es wieder spät und dabei müssen wir ja morgen früh raus.
Etwas verschlafen sind wir dann also am nächsten Morgen als wir mit Asako gemeinsam zum Flughafen düsen. Auf halbem Wege treffen wir auf Naomi und dann müssen wir uns auch schon von den beiden und Japan verabschieden. Schade, schade, ich wär so gern noch geblieben, aber jetzt gehts weiter nach Hongkong.
Auf Wiedersehen Japan
Mittwoch, 4. Juni 2014
Tokyo Teil 2
Nach unserem sehr kalten, aber durchaus malerischen Ausflug nach Sapporo haben wir beschlossen noch einmal nach Tokyo zu gehen und dort ein paar Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, die sich das letzte Mal nicht ausgegangen sind. Wir nehmen den normalen Schlafzug, in dem man sitzen muss, der Teppichzug war leider ausverkauft und dann fahren wir mit zwei Shinkansen nach Tokyo. Unser Railwaypass ist leider bald aufgebraucht, deswegen müssen wir dann einen Bus nehmen wenn wir noch nach Osaka weiter wollen.
In Tokyo selbst kommen wir wieder in unserem ersten Kapselhotel unter und ich kann abends wieder die Sauna und den Whirlpool genießen. Wir besichtigen noch Shibuya und spazieren durch Straßen mit richtig vielen Menschen. Auch ein paar Tempel und Märkte nehmen wir aufs Korn, aber momentan sind wir wohl etwas übersättigt, denn wir bleiben dort meist nicht lange.
Das große Highlight ist dann aber doch wieder ein Markt, nämlich der Tokyo Fishmarket. Hier gibts wirklich alles was das Herz des Fischliebhabers höher schlagen läßt. Schließlich schlagen wir ordentlich übers Budget und gönnen uns einen Ausflug in ein teures aber ausgezeichnetes Sushilokal. Wir teilen uns mit etwa drei anderen Gästen einen eigenen Sushichef und genießen das beste Sushi, welches ich jemals schmecken durfte. Ich kann nur sagen, die Premiumklasse des Thunfisches ist ein solches Gedicht, da komme ich noch Wochen später ins Schwärmen. Patricia ist so begeistert, sie ißt ca. das doppelte der für ihre Größe zugelassenen Portionen.
Einen Tag später, wir sind immer noch voll, bereiten wir uns vor mit dem Nachtbus nach Osaka zu fahren. Dort wollen wir uns mit Asako treffen, die ich in Vietnam kennengelernt habe und die sich bereiterklärt hat uns in Osaka herumzuführen.
In Tokyo selbst kommen wir wieder in unserem ersten Kapselhotel unter und ich kann abends wieder die Sauna und den Whirlpool genießen. Wir besichtigen noch Shibuya und spazieren durch Straßen mit richtig vielen Menschen. Auch ein paar Tempel und Märkte nehmen wir aufs Korn, aber momentan sind wir wohl etwas übersättigt, denn wir bleiben dort meist nicht lange.
Das große Highlight ist dann aber doch wieder ein Markt, nämlich der Tokyo Fishmarket. Hier gibts wirklich alles was das Herz des Fischliebhabers höher schlagen läßt. Schließlich schlagen wir ordentlich übers Budget und gönnen uns einen Ausflug in ein teures aber ausgezeichnetes Sushilokal. Wir teilen uns mit etwa drei anderen Gästen einen eigenen Sushichef und genießen das beste Sushi, welches ich jemals schmecken durfte. Ich kann nur sagen, die Premiumklasse des Thunfisches ist ein solches Gedicht, da komme ich noch Wochen später ins Schwärmen. Patricia ist so begeistert, sie ißt ca. das doppelte der für ihre Größe zugelassenen Portionen.
Einen Tag später, wir sind immer noch voll, bereiten wir uns vor mit dem Nachtbus nach Osaka zu fahren. Dort wollen wir uns mit Asako treffen, die ich in Vietnam kennengelernt habe und die sich bereiterklärt hat uns in Osaka herumzuführen.
Sonntag, 1. Juni 2014
Der Weg nach Sapporo
Nach dem Ausflug auf die Insel Kyushu bin ich dann wieder nach Fukuoka gefahren um dort noch drei Tage zu verbringen. Patricia hat sich auf den Weg nach Aso gemacht um dort den Vulkan anzusehen. Später haben wir uns dann in Kyoto wieder getroffen und sind noch einmal durch die Straßen dieser wunderschönen Stadt gewandert. Gleich nebenan, zumindest wenn man den Shnkansen verwendet, ist ja Osaka und dort haben wir dann auch geschlafen. Dann sind wir noch einmal nach Hiroshima um uns bei sonnigem Wetter den Peace Memorial Park anzusehen.
Aus einer Laune heraus haben wir dann einen sehr langen Weg auf uns genommen um bis in den Norden auf die Insel Hokkaido zu fahren. Wir sind mit zwei Shinkansen und einem Nachtzug bis nach Sapporo gedüst. Der Nachtzug war etwas ganz besonderes. Es ist schon ein Erlebnis mit einem dieser letzten Teppichzüge zu fahren. Früher einmal gab es eine ganze Menge davon, aber die Nachtbusse lösen diese aus Preisgründen mehr und mehr ab.
Aus einer Laune heraus haben wir dann einen sehr langen Weg auf uns genommen um bis in den Norden auf die Insel Hokkaido zu fahren. Wir sind mit zwei Shinkansen und einem Nachtzug bis nach Sapporo gedüst. Der Nachtzug war etwas ganz besonderes. Es ist schon ein Erlebnis mit einem dieser letzten Teppichzüge zu fahren. Früher einmal gab es eine ganze Menge davon, aber die Nachtbusse lösen diese aus Preisgründen mehr und mehr ab.
Sapporo
Der einzige Nachteil den der Nachtzug hat ist die Ankunftszeit. Es war etwa sechs Uhr als wir im ziemlich kalten Sapporo angekommen sind. Um diese Zeit hatten wir gerade mal fünf Grad obwohl die Sonne uns schon aufgewärmt hat. Der eisige Wind hat es auch nicht viel besser gemacht, da kann man sich gut vorstellen, dass Sapporo im Winter eine Topdestination unter Schneesportlern ist. Gottseidank kann man direkt vom Bahnhof aus unterirdisch bis ins Herz der Stadt spazieren. Der recht breite Tunnel ist voll mit Shoppingmöglichkeiten sowie Kaffeehäusern und, selbstverständlich, gut geheizt.
Da hier gerade Nebensaison ist gönnen wir uns ein etwas teureres Hotel, das in der Hauptsaison sicher auserhalb unseres Budgets liegen würde. Als wir zu unserem Zimmer spazieren fällt mir auf, dass die Bilder im Gang allesamt mir bekannte wiener Gebäude zeigen. Bei näherer Betrachtung müssen wir dann lachen. Das Hotel "Edelhof" hat, laut Prospekt, Wien als Vorbild und dies zieht sich von der Zimmereinrichtung bis hin zum Dekor. Unser Zimmer ist ein "Moser" trotzdem kann ich keine Flasche Wein entdecken.
Im 14ten Stock gibt es ein Spa von dem wir des nächstens die Stadt und umliegenden Berge bewundern. Schon fein, wenn man sich ab und an Luxus gönnen kann.
Den Tag verbringen wir damit uns die Stadt anzusehen, nur leider ist es so eisig kalt, dass wir immer wieder in Kaffees einkehren. Der Wind hier hat es einfach in sich. Da Sapporo für seine Miso basierten Ramensuppen bekannt ist, nehmen wir uns dann auch in einer Seitengasse ein dieser Suppen. Ausgiebig, sehr ausgiebig und ausgezeichnet.
Montag, 12. Mai 2014
Karatsu und Nagasaki
Nach unserem Aufenthalt in Fukuoka sind wir wieder auf dem Weg und schauen uns die kleine Stadt Karatsu an. Hier auf Kyushu gibt es drei Destinationen die mit unterschiedlichen Keramikdesigns aufwarten können. Karatsu ist eine davon und hier gibt es hauptsächlich Töpferware mit schlichtem und naturbelassenem Aussehen. Viele der Stücke sind wunderschön und, für uns allerdings unleistbar, aber Anschaun kost nix und so sind wir ein zwei Stunden unterwegs und bewundern Keramik.
In einem schönen kleinen Ramenrestaurant gibts dann erst mal eine gute Suppe von einem redefreudigen Koch, schade, dass wir nicht japanisch sprechen. Ich glaube langsam die Köche in diesen kleinen Läden haben so eine Art Barkeepercharakter. Von denen wird einfach nicht nur gute Suppe, sondern auch der eine oder andere Witz und lokaler Tratsch erwartet. Naja, die Suppe war ausgezeichnet und Patricia hört dann noch wie süß sie nicht ist. Wir findens lustig, die Frau des Kochs die daneben steht auch, sie hat auch einen nassen Fetzen locker über die Schulter drapiert. Mächt garnicht wissen obs da noch scheppert wärend wir schon auf dem Weg zur Burg sind.
Die Burg von Karatsu ist nicht die größte, aber immer noch sehr sehenswert und der Ausblick aufs Meer und die Stadt rundherum ist traumhaft. Mehr ist dann allerdings nicht zu sehen und wir fahren mit dem nächsten Zug nach Nagasaki weiter. Ein bischen spazieren wir noch herum und dann treffen wir unseren Couchsurfinghost Sam, der hier Englisch unterrichtet und schon einige Jahre hier lebt. Wir plaudern bis spät und dann kommt noch Yuki ein Auslandsjapaner dazu, der heute auch bei Sam schläft.
Am nächsten Morgen machen wir uns mit Yuki auf den Weg um das Atombombenmuseum von Nagasaki und ein paar andere Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Mir ist noch immer schleierhaft warum man noch eine zweite Atombombe abwerfen musste, vor allem wenn die Kapitulation des Landes vorher schon klar war. Aber wahrscheinlich wollten die Amerikaner noch ein bischen mehr Lebendtests durchführen.
Nach dem ernüchternden Rundgang, das Museum hat mir von der Aufarbeitung besser gefallen als das in Hiroshima, gehts weiter ins Stadtzentrum. Nagasaki ist nicht sehr groß und wir spazieren einfach den ganzen Weg. Wir kommen zu dem Ort der früher mal der holländische Handelsposten war. Es war eine Insel, die offiziell nicht zu Japan gehört hat und somit auch in der Zeit der geschloßenen Grenzen den externen Handel erlaubte. Jahr für Jahr wird die Insel, die mittlerweile einfach im Stadtkern liegt, mehr restauriert und schon jetzt ist es ein schöner Rundgang durch traditionelle japanische Häuser mit vielen geschichtlichen Hintergründen.
Wir verabschieden uns von Yuki und fahren schließlich zu einem sehr berühmten Onsen mit Buffet um den Tag ausklingen zu lassen. Sam kommt nach der Arbeit auch vorbei und wir stopfen uns den Bauch voll um es später im Wasser zu bereuen. Ich hätte die Reihenfolge ja gerne umgedreht, aber Sam kommt so spät, dass wir vorher essen.
Die Japaner nennen all you can eat übrigens Viking, ich finde das sehr treffend.
Aus einem heißen Pool über das nächtliche Nagasaki zu blicken ist übrigens wirklich eine feine Sache.
So mag ich Reisen.
Freitag, 9. Mai 2014
Montag, 28. April 2014
Hiroshima und Fukuoka
Nach einem sehr kalten Tag fahren wir mit dem Shinkansen nach Hiroshima um dort in einem Ryokan, also einem traditionell japanischen Gästehaus, unterzukommen. Leider regnet es mittlerweile und auch die Temperaturen sind nicht wirklich angenehm. Da wir in der Nacht ankommen ist es uns aber sowieso egal, wir wollen ja einfach nur ausschlafen.
Im Ryokan beziehen wir ein nettes mit Tatamimatten ausgelegtes Zimmer und freuen uns über eine warme Dusche. Wir haben hier nicht reserviert und daher war es eher ein Glücksspiel, ob wir überhaupt ein Zimmer bekommen. Nach einer Tasse Tee ist auch das Wetter draußen viel erträglicher und so wagen wir uns wieder vor die Tür um etwas zu Essen im nahegelegenen Supermarkt zu erstehen. Eine erholsame Nacht auf einem Futon mit warmer Decke erfrischt uns für das Sightseeing am nächsten Morgen.
Die Atombombe
Nach Hiroshima kommt man als internationaler Gast im Normalfall nicht wegen dem Klima, sondern wegen der Atombombe die hier vor nahezu siebzig Jahren abgeworfen wurde. Wir besuchen daher den Peace Memorial Park und auch das hiesige Museum. Es gibt sicher Menschen, die den Eindruck dieser Lokalität besser beschreiben können, deshalb fasse ich es nur kurz zusammen. Es ist erschreckend und dennoch sollte jeder zumindest einmal hier gewesen sein. Wenn auch nur, um die Zerstörungskraft einer solchen, gegen heutige Maßstäbe lächerlichen, Bombe einmal gesehen zu haben.
Wir wandern durch den Park und dann zieht es uns zurück zu einem neuen Hotel, welches wir empfohlen bekommen haben. Wir genießen noch eine Nacht in einem schönen und trotzdem sehr günstigen Zimmer und dann geht es weiter mit dem Shinkansen in Richtung Fukuoka.
Fukuoka / Hakata
Eigentlich bestand diese Stadt aus zwei Siedlungen, die mit der Zeit zusammengewachsen sind. Hier ist uns das Wetter hold und wir genießen ausgedehnte Spaziergänge an den vielen Promenaden der, für japanische Verhältnisse, kleinen Metropole. Lokale Spezialitäten sind Ramen und Fisch, beides ist in der Nähe des Fischmarktes beim Hafen sehr günstig und in ausgezeichneter Qualität zu haben.
Wir verbringen 2 Nächte in der schönen Stadt bevor wir uns auf einen kurzen Abstecher nach Karatsu aufmachen.
Nach Hiroshima kommt man als internationaler Gast im Normalfall nicht wegen dem Klima, sondern wegen der Atombombe die hier vor nahezu siebzig Jahren abgeworfen wurde. Wir besuchen daher den Peace Memorial Park und auch das hiesige Museum. Es gibt sicher Menschen, die den Eindruck dieser Lokalität besser beschreiben können, deshalb fasse ich es nur kurz zusammen. Es ist erschreckend und dennoch sollte jeder zumindest einmal hier gewesen sein. Wenn auch nur, um die Zerstörungskraft einer solchen, gegen heutige Maßstäbe lächerlichen, Bombe einmal gesehen zu haben.
Wir wandern durch den Park und dann zieht es uns zurück zu einem neuen Hotel, welches wir empfohlen bekommen haben. Wir genießen noch eine Nacht in einem schönen und trotzdem sehr günstigen Zimmer und dann geht es weiter mit dem Shinkansen in Richtung Fukuoka.
Fukuoka / Hakata
Eigentlich bestand diese Stadt aus zwei Siedlungen, die mit der Zeit zusammengewachsen sind. Hier ist uns das Wetter hold und wir genießen ausgedehnte Spaziergänge an den vielen Promenaden der, für japanische Verhältnisse, kleinen Metropole. Lokale Spezialitäten sind Ramen und Fisch, beides ist in der Nähe des Fischmarktes beim Hafen sehr günstig und in ausgezeichneter Qualität zu haben.
Wir verbringen 2 Nächte in der schönen Stadt bevor wir uns auf einen kurzen Abstecher nach Karatsu aufmachen.
Sonntag, 27. April 2014
Kyoto
Wir fahren mit dem Shinkansen nach Kyoto und, pardon, das muss ich neu schreiben. Wir düsen mit dem Shinkansen Superexpress nach Kyoto und sind ganz hin und weg. Mit dreihundert Stundenkilometern durch die Landschaft zu sausen ist schon eine tolle Sache. Ein angenehmer Sitz, Stromstecker, Servicewagen und superleise, so mag ich Bahnfahren noch viel mehr als sonst. Hiermit, und das werd ich wahrscheinlich noch öfter schreiben, ein weiteres Mal meine Empfehlung den JR Pass zu kaufen, bevor man nach Japan kommt.
In Kyoto angekommen ist es ebenso sonnig wie in Tokyo, nur ist die Stadt wesentlich kleiner und auch die Häuser sind viel niedriger, als wir es jetzt schon gewohnt sind. Wir spazieren an einem der Flüße entlang und beobachten die Falken die über den Kirschbäumen kreisen. Unseren Couchsurfinghost Aoki und seinen Freund Akira treffen wir in der Nähe einer Bahnstation, dann spazieren wir in den Park und beobachten die hiesige Studentenwelt beim Frühlingsumtrunk. Unsere Studentengruppe ist recht handzahm, wir sind beim igo Verein gelandet.
Abends sind wir dann in Aokis kleinem Heim und freuen uns besonders, dass er seine Einraumwohnung mit uns teilt. Sehr freundlich zwei Couchsurfer aufzunehmen wenn man nur 25 Quadratmeter sein Eigen nennt.
Die nächsten Tage verbringen wir in den vielen verschiedenen Tempeln und Schreinen die über ganz Kyoto verteilt sind. Wir essen eine Menge Ramen und Udon Nudeln und freuen uns über die Kirschblüte. Bevor wir uns auf den Weg nach Hiroshima machen wird es allerdings sehr kalt. Temperaturen um die 5 Grad sind wir nicht mehr gewohnt und auch nicht dementsprechend ausgerüstet. Zum Glück regnet es aber nicht und wir können mit dem Zug weiterfahren wann wir wollen.
Hoffentlich wird es weiter im Westen etwas wärmer.
In Kyoto angekommen ist es ebenso sonnig wie in Tokyo, nur ist die Stadt wesentlich kleiner und auch die Häuser sind viel niedriger, als wir es jetzt schon gewohnt sind. Wir spazieren an einem der Flüße entlang und beobachten die Falken die über den Kirschbäumen kreisen. Unseren Couchsurfinghost Aoki und seinen Freund Akira treffen wir in der Nähe einer Bahnstation, dann spazieren wir in den Park und beobachten die hiesige Studentenwelt beim Frühlingsumtrunk. Unsere Studentengruppe ist recht handzahm, wir sind beim igo Verein gelandet.
Abends sind wir dann in Aokis kleinem Heim und freuen uns besonders, dass er seine Einraumwohnung mit uns teilt. Sehr freundlich zwei Couchsurfer aufzunehmen wenn man nur 25 Quadratmeter sein Eigen nennt.
Die nächsten Tage verbringen wir in den vielen verschiedenen Tempeln und Schreinen die über ganz Kyoto verteilt sind. Wir essen eine Menge Ramen und Udon Nudeln und freuen uns über die Kirschblüte. Bevor wir uns auf den Weg nach Hiroshima machen wird es allerdings sehr kalt. Temperaturen um die 5 Grad sind wir nicht mehr gewohnt und auch nicht dementsprechend ausgerüstet. Zum Glück regnet es aber nicht und wir können mit dem Zug weiterfahren wann wir wollen.
Hoffentlich wird es weiter im Westen etwas wärmer.
Montag, 21. April 2014
Tokyo
Tokyo Ueno Akihabara
Wir starten spät, aber ausgeschlafen mit der U-Bahn zum ersten Punkt unseres Besuches. Station Ueno und der dortige Park. Es ist noch recht frisch, dennoch freuen wir uns hier zu sein. Der Park ist wunderschön angelegt und überall blühen die Kirschbäume. Die Sonne lacht und alle hier sind fröhlich. Überall picknicken die Menschen unter den Bäumen, fein säuberlich auf blauen Folien versteht sich. Von jungen Gruppen bis zu ganzen Pensionistenklubs ist hier alles vertreten, was der japanische Bevölkerungsquerschnitt hergibt.
Weiter gehts durch das alte Viertel, wo die Häuser noch niedrig und die Tempel zahlreich sind. Richtiges Frühlingswetter erfreut unser Herz und wir spazieren staunend durch die Straßen. Dazwischen genehmigen wir uns ein Sushiset aus dem Supermarkt, drei mal so gut wie bei uns beim guten Sushiladen. Muss ich das überhaupt erwähnen? Ja.
Wenig später gehts weiter nach Akihabara, dem Viertel für Elektronikartikel und Mangabedarfswaren. Von der Armbanduhr bis zum Zoomobjektiv ist hier vieles, aber nicht alles zu haben. Ganz klassisch gibt es hier Restriktionen bei den Mobiltelefonen. Den Providern sei gedankt. Simlock überall. Naja, kaufen wir das in Hong Kong. Übrigens, kann wahrscheinlich nur uns passieren, trotzdem sei das angemerkt, es gibt kein GSM Netz mehr in Japan, also unbedingt mindestens 3G fähiges Handy mitnehmen.
Zu guter gehen wir noch was essen und dann gehts wieder nach Hause. Whirlpool, Sauna, Körperpflege und dann ab ins Bett
Shibuya und nochmals Akihabara
Am nächsten Morgen ist ein sehr großer Shoppingdistrikt, Shibujy genannt, an der Reihe. Wir wandeln durch die Menschenmassen und sind schon bald in einer Seitengasse untergetaucht. Es gibt viel zu sehen und langsam kommt der Hunger. Wir finden eine ausgezeichnete Stehsushibar und laben uns an ausgezeichnet gutem Fisch auf Reis. Stehsushibars sind ja eigentlich ein Affront gegen die japanische Gastfreundlichkeit, deswegen gibts entweder gutes Sushi für wenig Geld oder ausgezeichnetes Sushi zu normalen Preisen.
Nach ausgedehnter Erkundung des Distriktes, es gibt hier so viel zu kaufen, ich glaub da kann sich ganz Österreich einkleiden, fahren wir wieder zurück nach Akihabara. Dort erstehe ich nach längerem hin und her eine tolle Casio G-Shock und fühle mich wieder wie ein Neunjäriger. Endlich wieder eine Casio am Handgelenk. Mit der kann ich sogar mein Mobiltelefon steuern, wenn ich eines hätte.
Heute gehts früher ins Bett, morgen wollen wir nach Kyoto weiterfahren. Dort haben wir einen Couchsurfer der uns für zwei Tage unterbringt.
Freitag, 18. April 2014
Der Toilett Artikel
So, bevor wir jetzt weitermachen mit unseren Reiseberichten gibt es erst mal ein paar Kleinigkeiten, die dieses Land so unglaublich interessant machen. Da sind zuerst einmal die Toiletten, von denen sicher schon viele gehört haben. Ich ja auch, aber erleben, oder in dem Fall eher ersitzen ist wohl doch etwas gänzlich anderes. Ein typisches japanisches Klo ist ja eigentlich zum Hocken gedacht und, zumindest was Hockklos anbelangt, meiner Meinung nach die Intelligenteste und sauberste Variante die mir auf Reisen je untergekommen ist.
Aber sprechen wir von der klassischen westlichen Sitztoilette die hier in Japan mit überaus großzügigen Extras ausgestattet ist. Da wäre zum ersten einmal die Fernbedienung die, je nach Variante, entweder auf der rechten Kloseite oder aber als herausnehmbares Wandelemen zu finden ist.
Die Annehmlichkeiten die diese Fernbedienung eröffnet sind:
- Wasserstrahlreinigung, selbstverständlich mit regulierbarer Temperatur und Strahlstärke nebst unterschiedlicher Positionierung für Frauen und Männer, Vorsicht die Herren, sonst gibts eine recht unangenehme punktuelle Weichteilmassage.
- Klomusik, man will ja die anderen nicht mit Flatulenzgeräuschen nerven.
- Föhntrocknung nach der gründlichen Reinigung, sowie automatische Klobeduftung zur besseren Erträglichkeit der Sitzung.
- Das Beste ist allerdings, da sind wir uns einig, die beheizte Klobrille. Vorbei sind die Zeiten der kalten Arschbacken, in Japan setzt man sich auch im Winter gerne auf den Porzelanthron.
Klositten und Schlapfen
Apropos Klo, man findet in Japan fast auf allen Toilleten in Hotels ein paar Schlapfen die gleich bei der Tür stehen. Das sind Kloschlapfen die unbedingt zu verwenden sind. Also nicht etwa mit den Socken oder Barfuss aufs Klo gehen, sondern die Schlapfen benutzen.Und dann, besonders wichtig, nicht, auf keinen Fall, niemals, überhaupt nie usw. mit den Kloschlapfen das Klo verlassen. Das empfinden die Leute hier als supergrauslich weil Kloschlapfen das Urgrindigste überhaupt sind.
Uns ist das natürlich nie passiert, aber man hört, dass anderen das schon sehr peinlich gewesen sein soll.
Freitag, 11. April 2014
GoGo Nippon
Die Sonne geht schon bald unter als ich am Flughafen in Japan ankomme und erst einmal durch die Sicherheitschecks geschleust werde. Eine Anmerkung gleich zu Beginn, es war noch nirgends so sauber und durchorganisiert wie hier. Beim Ausfüllen der Immigrationskarte stehen mir zwei Personen des Flughafenpersonals zur Seite und weisen mich wiederholt auf alle Spalten hin, in die ich noch schreiben muss.
Gleich am Narita International Airport kann fast alles Wichtige für den Japanaufenthalt gemietet werden, Autos, Mobiltelefone und mobiles Internet. Meine ersten 5000 Yen hab ich mir schon in Vietnam von einem befreundeten Japaner geholt und so kann ich gleich beim ersten Automaten einen grünen Tee erstehen. Schein reinschieben, auswählen, lustige Musik ertönt, Wechselgeld einsammeln und Tee trinken. Gleich nebenan gibt es einen Automaten mit Reiseartikeln, aber davon gibt es in den vielen Geschäften rundherum mehr als genug.
Kurz orientiere ich mich, es ist praktischerweise alles ebenso in Englisch angeschrieben, dann finde ich schon den Ticketschalter für den JR Pass. Der JR Pass den wir gekauft haben gilt für 3 Wochen, dies ist die Maximaldauer, und ermöglicht uns fast jeden Zug und auch einige lokale Linien sowie Busse zu benutzen. Wir können damit sogar in den Shinkansen, das sind die Schnellzüge, Sitzplätze reservieren. Einziger Nachteil des JR Passes, man muss ihn im Ausland kaufen, er kann in Japan selbst nur für den erworbenen Voucher eingetauscht werden. Nachdem der Pass auch für die Tokyo Monorail gilt und ich Patricia vom anderen Flughafen abholen sollte, tausche ich meinen hier am Flughafen um. Kaum stehe ich 10 Minuten an, kommt auch schon eine nette Dame und füllt mit mir ein Formular aus, damit ich am Schalter weniger Zeit brauche. Wie gesagt, Effizienz.
Die Tokyo Monorail benötigt etwa eine Stunde in die Stadt und dann kann man sich schon in der riesigen Station verirren. Wer sich allerdings von der Masse der Leute nicht einschüchtern lässt, der findet dank der exzellenten Beschilderung immer zu den richtigen U-Bahn oder Zugstationen.
Kaum habe ich Patricia eingesammelt fahren wir auch schon zu unserem ersten typisch japanischen Hotel, ein Kapselhotel. Hier schlafen alle in einer Art Schlafsaal, wobei jeder Person eine eigene kleine Koje zur Verfügung steht. Drinnen gibt es volle Multimediaausstattung, nur Klaustrophobiker sollte man keiner sein. Einen Riesenvorteil hat das Hotel trotz der seltsamen Schlafsituation, das Gemeinschaftsbad ist eher ein Gemeinschaftsspa.
Nebst Dusche gibt es ein großes Whirlpool und eine Sauna, alle Pflegeprodukte, natürlich von Shiseido, Schampoo, Duschgel, Haarwasser, Haartonic, Rasierseife und so weiter werden vom Hotel zur Verfügung gestellt. Es ist schon angenehm, wenn man nach einem Sightseeingtag in die Sauna gehen kann.
So entspanne ich mich nach dem ersten Kulturshock im Whirlpool. Morgen gehts mit der U-Bahn an ein paar interessante Plätze in dieser Megametropole.
Gleich am Narita International Airport kann fast alles Wichtige für den Japanaufenthalt gemietet werden, Autos, Mobiltelefone und mobiles Internet. Meine ersten 5000 Yen hab ich mir schon in Vietnam von einem befreundeten Japaner geholt und so kann ich gleich beim ersten Automaten einen grünen Tee erstehen. Schein reinschieben, auswählen, lustige Musik ertönt, Wechselgeld einsammeln und Tee trinken. Gleich nebenan gibt es einen Automaten mit Reiseartikeln, aber davon gibt es in den vielen Geschäften rundherum mehr als genug.
Kurz orientiere ich mich, es ist praktischerweise alles ebenso in Englisch angeschrieben, dann finde ich schon den Ticketschalter für den JR Pass. Der JR Pass den wir gekauft haben gilt für 3 Wochen, dies ist die Maximaldauer, und ermöglicht uns fast jeden Zug und auch einige lokale Linien sowie Busse zu benutzen. Wir können damit sogar in den Shinkansen, das sind die Schnellzüge, Sitzplätze reservieren. Einziger Nachteil des JR Passes, man muss ihn im Ausland kaufen, er kann in Japan selbst nur für den erworbenen Voucher eingetauscht werden. Nachdem der Pass auch für die Tokyo Monorail gilt und ich Patricia vom anderen Flughafen abholen sollte, tausche ich meinen hier am Flughafen um. Kaum stehe ich 10 Minuten an, kommt auch schon eine nette Dame und füllt mit mir ein Formular aus, damit ich am Schalter weniger Zeit brauche. Wie gesagt, Effizienz.
Die Tokyo Monorail benötigt etwa eine Stunde in die Stadt und dann kann man sich schon in der riesigen Station verirren. Wer sich allerdings von der Masse der Leute nicht einschüchtern lässt, der findet dank der exzellenten Beschilderung immer zu den richtigen U-Bahn oder Zugstationen.
Kaum habe ich Patricia eingesammelt fahren wir auch schon zu unserem ersten typisch japanischen Hotel, ein Kapselhotel. Hier schlafen alle in einer Art Schlafsaal, wobei jeder Person eine eigene kleine Koje zur Verfügung steht. Drinnen gibt es volle Multimediaausstattung, nur Klaustrophobiker sollte man keiner sein. Einen Riesenvorteil hat das Hotel trotz der seltsamen Schlafsituation, das Gemeinschaftsbad ist eher ein Gemeinschaftsspa.
Nebst Dusche gibt es ein großes Whirlpool und eine Sauna, alle Pflegeprodukte, natürlich von Shiseido, Schampoo, Duschgel, Haarwasser, Haartonic, Rasierseife und so weiter werden vom Hotel zur Verfügung gestellt. Es ist schon angenehm, wenn man nach einem Sightseeingtag in die Sauna gehen kann.
So entspanne ich mich nach dem ersten Kulturshock im Whirlpool. Morgen gehts mit der U-Bahn an ein paar interessante Plätze in dieser Megametropole.
Achtung Achtung, eine wichtige Durchsage der Reiseleitung
Die Reiseberichte über Vietnam und Borneo werden in gesonderter Form erscheinen, wenn alle Infromationen verarbeitet worden sind. Derzeit befinden wir uns in Japan und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Darüber aber in Kürze mehr.
Montag, 10. März 2014
Malaysia Teil 2
Penang Georgetown
Wir fahren von Langkawi nach Penang mit der Fähre. Vorher aber gehts per Taxi, hier Teksi, zur Anlegestelle. Die Fahrt über die Insel dauert gute 40 Minuten und da ist der Fixpreis von 30 Ringit (MYR) durchaus gerechtfertigt. Auch hier gibts, wie fast in jedem touristischen Ort der uns bis jetzt untergekommen ist, einen Starbucks der die Menschen mit Kaffee und Tee versorgt.Besonders angenehm ist, dass die Preise viel leistbarer sind als zu Hause und das die aromatischen Heißgetränke nicht vor Zucker überquellen.
Die Fähre ist richtig groß und auch schnell unterwegs und schon nach zweieinhalb Stunden sind wir in Penang angekommen. Hier ist es mitlerweile recht heiß und es wird auch immer schwüler. Auf der Fähre haben wir eine deutsche Asienbummlerin kennengelernt mit der wir gemeinsam in das Viertel mit den ganzen Hotels gehen. Hier in Georgetown muss man sich da kein Taxi nehmen, wenn man von der Fähre kommt. Der Flughafen ist etwas weiter weg, da hat man dann die Wahl zwischen Bus oder Taxi. Georgetown selbst ist das alte Viertel von Penang und liegt auf einer Insel vor dem Festland. Eine große Brücke schließt die beiden Stadtteile zusammen.
Nach ein paar Versuchen finden wir eine gute Bleibe für nur 60 MYR pro Nacht. Das Bad ist nicht im Zimmer aber wir haben eine Klimaanlage und alles in dem Hotel ist sehr sauber. Da freu ich mich wieder in Asien zu sein. Sauberkeit ist einfach Standard hier.
Eine kurze Rast später sind wir wieder auf der Straße, langsam wird es dunkel und wir suchen uns etwas zu Essen. Da wir noch neu sind dauert es etwas, schließlich werden wir aber doch noch fündig und beginnen das Abendessen mit Curry, Naan und Reis.
Am nächsten Tag machen wir wieder die Stadt unsicher und spazieren durch brütende Hitze. Hier gibt es eine Menge schöne Wandmalereien und sehr schöne Moscheen zu betrachten. Nach einem langen Tag fallen wir für kurze Zeit in die Federn, um vier Uhr früh gehts mit dem Taxi zum Flughafen.
Wir fliegen in Richtung Perhentian Islands.
Perhentian Islands
Nach dem sehr kurzen Flug mit einer schönen Propellermaschine steigen wir in ein Taxi und sind eine Stunde später schon bei der Bootsanlegestelle um mit dem Schnellboot auf die Perhentian Islands überzusetzen. Die Unterkunft unserer Wahl ist leider noch zugesperrt, also nehmen wir dann einen Bungalow bei den Reef Chalets, eine äußerst gute Entscheidung, wie sich wenig später herausstellt.Die Perhentian Islands bestechen durch Abgeschiedenheit, klares Wasser und eine sehr entspannte Atmosphäre. Wir stürzen uns gleich nach dem Auspacken ins warme Wasser und sind wohl endlich da angekommen wo jeder mal gerne hinfährt, im Paradies. Ich kann hier mal wieder eine uneingeschränkte Empfehlung für diese Destination aussprechen. Alles hier ist traumhaft, nur die Auswahl an Restaurants ist um diese Zeit noch sehr klein. Dafür müssen wir uns aber den Strand nur mit 4 anderen Leuten teilen.
Ich könnte mich jetzt in Superlativen und Werbeprospektbeschreibungen verlieren, aber das kann jeder im nächsten Reisebüro nachholen. Ja, so schön ist es hier. Schnorcheln ist übrigens auch sehr entspannend, es sei denn, man sieht ganz überraschend einen Hai. Das ist dann doch eher ein Schrecken, auch wenn man weiß, dass die Riffhaie normalerweise nicht gefährlich sind. Das Kleinhirn schaltet man nicht einfach so ab. Da waren die Riesenschildkröten dann doch ein friedlicheres Erlebnis.
Kuala Lumpur
Nach sieben Nächten, wir haben zwei Mal verlängert, können wir uns dann doch losreißen und fahren mit dem Bus nach Kuala Lumpur wo wir in einem kleinen Hotel absteigen. Gemütlich aber leider etwas dünne Wände. Wir erforschen die Stadt und gehen viel spazieren. Die Innenstadt entpuppt sich als riesiges Einkaufszentrum. Kleine Läden wechseln sich mit Shoppinmalls ab. Die Küche hier kommt aus vielen Ländern. In der selben Straße bekommt man von indischen über chinesische bis zu malayischen Gerichten alles geboten. Wir speisen nur Abends weil es unter Tags zu heiß ist und verbringen 3 Tage in Museen auf Märkten oder auf den Straßen um die schönen Moscheen und Paläste zu bewundern. Am letzten Tag gehts ab zum Flughafen von wo Patricia nach Borneo und ich nach Vietnam aufbrechen werden. In Japan werden wir uns dann in einem Monat wieder treffen.
Mittwoch, 5. März 2014
Langkawi in Malaysien
Oder anders gesagt, wie man in der Dutyfree Zone überlebt.
Einreise
Wir fliegen zum ersten Mal mit AirAsiaX und für mich ist das auch gleich das erste Mal mit einer Billig Airline bei der man alles selbst zahlen muss. Vom Essen bis zum Kaffee, Von der Decke bis zum Entertainment Programm, alles muss hier extra bezahlt werden. Wir geben uns gewohnt knausrig und daher verspeise ich vor dem Abflug noch schnell unsere letzten Vorräte. Salami und Paprika geben aber auch einiges her.Das Entertainmentprogramm ist uns ebenso egal, wir haben ja unseren Laptop dabei.
Nach sechs Stunden kommen wir in Kuala Lumpur an und betreten freundliche 30 Grad Außentemperatur. Geradezu eine erfrischende Brise nach den 40 Grad in Australien.
Während ich brav meine Fingerabdrücke bei der Einreise abgebe, wird Patricia einfach durchgewunken.
Vielleicht sollte ich mich doch wieder mal rasieren.
Hier muss man übrigens, zu meiner großen Verwirrung, erst richtig einreisen, das Land betreten und dann wieder durch den Sicherheitscheck zu den nationalen Flügen.
Der zweite Flug ist dann eigentlich auch gleich erledigt. Wir starten, durchbrechen die Wolkendecke und dann landen wir auch schon wieder.
Langkawi Island
Der Flughafen in Langkawi ist recht gut organisiert und was uns besonders erfreut hat, die Taxis werden hier alle streng reglementiert und haben fixe Tarife für alle Destinationen. Das ist besonders gut, da wir wieder mal in der Nacht angekommen sind. Wir versuchen unser Glück zuerst bei einem recht günstigen Hostel, dort ist aber leider alles voll. Jetzt macht es sich wirklich bezahlt, dass wir auf die kleinen Rucksäcke umgestiegen sind. Wir spazieren gemütlich von einem Hotel zum nächsten und entscheiden uns dann für das Sunset Beach, einem sehr sauberen und schönen Zimmer, welches eher an der oberen Grenze unseres Budgets liegt. Trotzdem, für die erste Nacht ist das schon in Ordnung.
Nach einer Dusche stürzen wir uns ins Nachtleben und verspeisen gleich mal einen sehr exzellenten malaysischen Burger. Nach diesem Appetithäppchen steigen wir in ein Taxi und begeben uns zum nächsten Nightmarket. Hier auf der Insel gibt es verschiedene nächtliche Märkte die an unterschiedlichen Tagen geöffnet sind. Das Glück ist wie immer mit den Hungrigen und der uns am nächsten gelegene hat noch offen. Wir spazieren durch die verschiedenen Stände und lassen, ganz zu meiner Verwunderung, sämtliche Gewand, Klimbim und Kramurishops links liegen, um uns die köstlichsten Speisen um wenig Geld einzuverleiben. Es gibt Spieße, gebratene Fleisch und Krauttaschen, gedämpften Reis und verschiedene Fruchtsäfte mit oder ohne Stückchen. Nach zwei Runden geben wir auf und besteigen vollen Bauches ein Taxi zum Hotel. Die Taxifahrer sind hier wirklich freundlich und auch die Frage des Trinkgeldes erübrigt sich recht schnell. You give what you want, you can give good, you cannot give, no problem. Na bitte, also hier kein Stress.
Schoppen und Baden
Ich glaube, diese beiden Worte beschreiben die Insel Langkawi ganz eindeutig und auch in genau der Reihenfolge. Am ersten Tag haben wir ja von beidem nicht besonders viel mitbekommen, aber am nächsten Tag haben wir das nachgeholt. Der Strand ist schön weiß, nicht außerordentlich, aber sauber. Das Wasser ist grün, sehr warm und recht trüb. Schnorcheln ist hier wohl nicht drin, aber ich glaube hier geht es eher um die Wassersportarten. Alles was man sich so vorstellen kann ist möglich. Wir relaxen und lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. So hab ich mir das vorgestellt.
Nach ein paar Stunden wandern wir wieder zurück in unser Hotelzimmer, wir sind in ein weit billigeres übersiedelt. Trotzdem haben wir alle notwendigen Annehmlichkeiten. Klimaanlage und Eiskasten. Nach unseren Abenteuern in Neuseeland fühle ich mich hier wie im 5 Sterne Ressort.
Am Abend spaziere ich durch zwei Shoppingcenter und hier zeigt sich dann das wahre Gesicht von Langkawi. Ohne es zu wissen sind wir hier in der Dutyfree Zone gelandet. Die ganze Insel besticht durch billigen Tabak, Alkohol und Schokolade. Es gibt einfach alles hier was das Leben auf amüsante Weise verkürzt. Eine Tafel Rittersport um umgerechnet 50 Cent €, 50 Ferrero Rocher um 4€ und ich glaub vom Alkohol und den Zigaretten brauch ich garnicht erst schreiben.
Wir wiederstehen fast allen Angeboten, ganz anders als die russischen und chinesischen Touristen von denen es unglaublich viele zu geben scheint.
Wir wiederstehen fast allen Angeboten, ganz anders als die russischen und chinesischen Touristen von denen es unglaublich viele zu geben scheint.
Auch Gewand und Taschen und sonstige Artikel gibt es zu günstigen Preisen. Wer also shopping, baden und billige Genussmittel sucht, der ist hier ganz richtig. Wir werden bald wieder abreisen um einen anderen Teil von Malaysien unsicher zu machen.
Dienstag, 4. März 2014
Australien, ein Kurzbesuch
Als wir in Melbourne aus dem Flieger steigen ist es schon sehr spät. Zu unserem Glück haben wir in Neuseeland noch die Bestätigung von einem Couchsurfing Host bekommen und so können wir gleich vom Flughafen zu einem Häuschen in der Vorstadt fahren und uns dort ausschlafen. Couchsurfing hat schon Vorteile.
Zwei mal verpassen wir den Queen Victoria Market, aber wir sind entweder zu spät oder am falschen Tag in der Stadt. Es wäre sicher toll gewesen noch mehr Zeit in der Stadt zu verbringen aber wir wollen weiter nach Ballarat, wo wir Freunde besuchen. Die Fortbewegung in Melbourne und Umgebung, also auch nach Ballarat, welches etwa 1,5 Stunden mit dem Zug entfernt liegt, kann bequem mit der sogenannten Myki Card erledigt werden. Die bekommt man schon am Flughafen für 18 Dollar und hat dann auch ein Guthaben drauf. Dieses kann an jedem Bahnsteig aufgeladen werden und dann wird die Karte nurmehr zum Ein- und Auschecken in den Linien benutzt. So ähnlich wie ein Skipass, nur leider nicht so schnell.
Die nächsten Tage verbringen wir damit gemütlich auf der Terasse zu sitzen, mal in den HotPool zu steigen, bis in die Morgenstunden zu plaudern oder aber in den Wildlife Park zu gehen. Dazu aber gleich mehr. Wir haben es uns also richtig gutgehen lassen.
Das australische Hüpftier ist ja wirklich herzallerliebst anzusehen und auch zu streicheln. Kaum hat man das Futter ausgepackt, da spitzen die frei herumlaufenden Roo´s schon die Ohren und hoppeln mal sicherheitshalber herüber. Dann mampfen sie das hingehaltene Futter sehr gierig aber vorsichtig aus der Hand und sehen dabei so glücklich aus, dass man nicht umhinkommt sie zu kraulen. Das wiederum erhöht den Süßfaktor um ein Vielfaches und schnell kramt jeder weiteres Futter hervor. Man sieht also, die Kangaroos haben die Menschen richtig gut abgerichtet.
Im Park gibt es dann auch noch einen Wombat zu streicheln und einen Koalabären ebenso. Alles wäre noch viel spannender gewesen, wenn sich nicht eine große Gruppe asiatischer Touristen mit Ellbogentaktik immer wieder vorgedrängt hätte. Irgendwann hat es dann auch dem Führer gereicht, dann war wieder etwas Ordnung zu haben.
2012 wurde mit Renovierungen begonnen und dann voriges Jahr wiedereröffnet. Jetzt ist es ein netter Park, der auch schöne Kämpfe und sogar ein Lanzenstechen zeigt. Wir waren den ganzen Tag unterwegs, vor allem weil wir mit Keating, der dort arbeitet, hingefahren sind. Es war spannend und Patricia hat sogar einen Drachen ins Gesicht gemalt bekommen. Also, auch für die Kleinen ist gesorgt.
Spät Nachts kommen wir beim Bruder eines Freundes an und werden herzlich empfangen. Wir schlafen uns so richtig aus und machen uns dann wieder auf den Weg. Das Wetter ist weiterhin sehr heiß und wir fahren zum Bluelake der eben im Sommer eine späktakuläre Farbe haben soll. So ist es dann auch. Der See sieht aus, als hätte jemand azurblaue Farbe in einen kleinen Bergkessel gegossen.
Melbourne City
Wir verbringen die nächsten beiden Tage damit unser Gepäck auf ein Mindestmaß zu reduzieren und die großen Rucksäcke per Seamail nach Hause zu schicken. Melbourne ist mal wieder eine richtig große Stadt, in der es bestimmt viel zu entdecken gibt. Wir schaffen es gerade mal zur Seepromenade und auch in ein großes Museum. Patricia mag nicht hineingehen aber ich sehe mir eine richtig tolle, und leider sehr teure, James Bond Ausstellung an.Zwei mal verpassen wir den Queen Victoria Market, aber wir sind entweder zu spät oder am falschen Tag in der Stadt. Es wäre sicher toll gewesen noch mehr Zeit in der Stadt zu verbringen aber wir wollen weiter nach Ballarat, wo wir Freunde besuchen. Die Fortbewegung in Melbourne und Umgebung, also auch nach Ballarat, welches etwa 1,5 Stunden mit dem Zug entfernt liegt, kann bequem mit der sogenannten Myki Card erledigt werden. Die bekommt man schon am Flughafen für 18 Dollar und hat dann auch ein Guthaben drauf. Dieses kann an jedem Bahnsteig aufgeladen werden und dann wird die Karte nurmehr zum Ein- und Auschecken in den Linien benutzt. So ähnlich wie ein Skipass, nur leider nicht so schnell.
Ballarat
Nach unserer Zugfahrt kommen wir im schönen kleinen Städtchen Ballarat an und wandern in der Hitze, ja hier ist wirklich Sommer, zum Haus von Keating, einem Freund Patricias. Er wohnt gemeinsam mit zwei Freunden in einem tollen Haus etwas weiter außerhalb.Die nächsten Tage verbringen wir damit gemütlich auf der Terasse zu sitzen, mal in den HotPool zu steigen, bis in die Morgenstunden zu plaudern oder aber in den Wildlife Park zu gehen. Dazu aber gleich mehr. Wir haben es uns also richtig gutgehen lassen.
Der Wildlife Park
Im Wildlife Park von Ballarat geht es eigentlich um die ganzen einheimischen Spezies die wir in Australien antreffen können. Manche davon würden wir gerne sehen, also die Känguruhs und Koalabären, andere muss ich nicht unbedingt sehen, etwa Krokodile und Giftschlangen. Hier im Park allerdings, da können wir alles in Sicherheit betrachten. Wir kaufen noch zwei Packungen Känguruhfutter und dann gehts schon los.Das australische Hüpftier ist ja wirklich herzallerliebst anzusehen und auch zu streicheln. Kaum hat man das Futter ausgepackt, da spitzen die frei herumlaufenden Roo´s schon die Ohren und hoppeln mal sicherheitshalber herüber. Dann mampfen sie das hingehaltene Futter sehr gierig aber vorsichtig aus der Hand und sehen dabei so glücklich aus, dass man nicht umhinkommt sie zu kraulen. Das wiederum erhöht den Süßfaktor um ein Vielfaches und schnell kramt jeder weiteres Futter hervor. Man sieht also, die Kangaroos haben die Menschen richtig gut abgerichtet.
Im Park gibt es dann auch noch einen Wombat zu streicheln und einen Koalabären ebenso. Alles wäre noch viel spannender gewesen, wenn sich nicht eine große Gruppe asiatischer Touristen mit Ellbogentaktik immer wieder vorgedrängt hätte. Irgendwann hat es dann auch dem Führer gereicht, dann war wieder etwas Ordnung zu haben.
Kryal Castle
Zwei Tage nach dem Park haben wir dann noch die lokale Ritterburg besucht. Diese Burg hat ein Australier mit Walt Disney Ambitionen vor einigen Jahrzehnten erbauen lassen, ist aber dann leider bankrott gegangen.2012 wurde mit Renovierungen begonnen und dann voriges Jahr wiedereröffnet. Jetzt ist es ein netter Park, der auch schöne Kämpfe und sogar ein Lanzenstechen zeigt. Wir waren den ganzen Tag unterwegs, vor allem weil wir mit Keating, der dort arbeitet, hingefahren sind. Es war spannend und Patricia hat sogar einen Drachen ins Gesicht gemalt bekommen. Also, auch für die Kleinen ist gesorgt.
Great Ocean Road
Nach fünf Nächten war die Zeit bei unseren Freunden dann zu Ende und wir haben uns ein Auto ausgeborgt um damit über die Great Ocean Road nach Adelaide zu fahren. Der erste Teil der Strecke ist wirklich schön, vor allem wenn man sich die Zeit nimmt und ab und an stehen bleibt. Am Weg haben wir die 12 Apostels bei Sonnenuntergang fotografiert und anschließend fast ein Kangaroo überfahren. Es ist uns direkt auf unserer Spur entgegengekommen. Ich und das Kangaroo haben beide gleichzeitig eine Vollbremsung hingelegt, welche beim Kangaroo weit spektakulärer ausgesehen hat. Dann ist es gottseidank einfach in den nahen Busch gehüpft und damit von der Straße verschwunden.Spät Nachts kommen wir beim Bruder eines Freundes an und werden herzlich empfangen. Wir schlafen uns so richtig aus und machen uns dann wieder auf den Weg. Das Wetter ist weiterhin sehr heiß und wir fahren zum Bluelake der eben im Sommer eine späktakuläre Farbe haben soll. So ist es dann auch. Der See sieht aus, als hätte jemand azurblaue Farbe in einen kleinen Bergkessel gegossen.
Adelaide
Unsere letzte Station vor dem Weiterflug nach Malaysien ist eine sehr lebhafte Stadt mit ausgedehnten Vororten und sehr schöner Architektur. Die Innenstadt ist auf jeden Fall den einen oder anderen Tag wert, wir hatten leider nur einen und den haben wir zur Gänze ausgenutzt. Nach einer mehr oder weniger ruhigen Nacht in einem Vorort sind wir recht früh zu einem Strand in der Nähe des Flughafens gefahren, um noch einmal zu duschen. Wir geben unser Leihauto sehr unkompliziert ab und besteigen eine Stunde später den Flieger nach Malaysien. Jetzt machen wir mal Urlaub.
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